Tight!

Hey,

ich kann ganz stolz verkuenden, dass wir, das Hockeyteam, am Donnerstag unentschieden („tight“) gespielt haben. Aus gegebenen Anlass ( und weil diese Woche sonst nichts Spannendes passiert ist) heute etwas zu meinem neuen Lieblingssport.

Zuerst zur Ausruestung: Weil Hockey ein ziemlich koerperkontaktreicher und zudem mit dem harten Ball und den Schlaegern auch nicht ungefaehrlicher Sport ist, muessen wir Schutzkleidung tragen. Dazu gehoeren Schienbeinschoner, eine Maske fuer die Augen und ein wunderhuebscher Mundschutz. Meiner ist lila (Schulfarbe). Sprechen ist mit den Dingern generell schwer, was die Kommunikation am Spielfeld nicht unbedingt erleichtert. Mit dem ganzen Zeug schauen wir ein bisschen wie eine Mischung aus Taucher und Krieger aus. Um diesen Eindruck wohl zu verhindern, tragen wir ein schwarzes Trikot-Top mit Nummer auf dem Ruecken (ich bin die 3) und einen Rock, ein bisschen wie Tennismaedels.

Wie wird gespielt? Der Ball wird mit dem „Stick“ (Schlaeger) bewegt. Es gibt drei Moeglichkeiten dafuer. Wichtig ist generell, dass er nur mit der flachen Innenseite des Sticks beruehrt wird, nicht mit der runderen Aussenseite, das waere ein Foul. Einmal Push-passes, der Ball wird mit viel Kraft „angeschubst“. Das wird am haeufigsten benutzt, da man dafuer wenig Platz braucht. Fuer die anderen beiden Moeglichkeiten habe ich leider die Namen vergessen. Nummer zwei ist wie die Bewegung, die Golfer machen, wobei man den Stick jedoch nur so hoch schwingen darf, wenn kein anderer Spieler in der Naehe ist, das ware sonst zu gefaehrlich.  Nummer drei, mein persoenlicher Favorit: Der Stick wird gedreht, sodass, die flache Seite nach oben und nicht zur Seite zeigt, der Spieler geht in die Knie und spielt den Ball so wie eine Sense Gras schneidet. Sieht extrem cool aus, wenn mans draufhat, erfordert also leider etwas Uebung.

Abgesehen von der Art, den Spielball zu transportiern, kann man Hockey durchaus mit Fussball vergleichen. Es gibt zwei Tore(natuerlich vergleichsweise kleiner), zwei Mannschaften, jeweils Mittelfeld, Angriff und Abwehr. Ich spiele generell hauptsaechlich Abwehr, meistens in der Mitte. Rechts und links von mir sind noch zwei Spieler und gluecklicherweise auch hinter mir. Wenn ich also mal einen Zweikampf verliere, habe ich immer noch ein Back-up. Ab und dann mal werde ich im Trainingsspiel auch in den Angriff gestellt, fuehle mich da aber nicht so wohl.

Die Regeln: Am wichtigsten: Der Ball darf die Fuesse nicht beruehren. Hoert sich simpel an, Beine, Stick und Ball auf einmal zu koordinieren ist aber ziemlich schwer. Beruehrt er die Fuesse im Feld, gibts ein Foul, passiert das im Kreis vor dem Tor, gibts eine Ecke fuer die anderen. Dann stelle ich mich mit drei anderen Spielern und dem Torwart ins Tor. Sobald der Ball geschlagen wurde, muss ich als „Flyer“ so schnell wie moeglich aus dem Tor „fliegen“ und versuchen, an den Ball zu kommen. Beruehrt er meine Fuesse, gibts eine neue Ecke. Weil das mit dem Rennen (fliegen hoert sich irgendwie einfacher an) auf Dauer extrem anstrengend wird, passe ich also besser auf, dass mir meine Fuesse nicht in die Quere kommen. Es gibt noch viel mehr Regeln, aber so richtig blicke ich leider selbst noch nicht durch, wenn der Schiri seine Zeichen macht.

Montag und Mittwoch haben wir unsere naechsten Spiele. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass wir noch eines gewinnen werden. Mit den Hockeypielen und meinem Watergirl-job am Donnerstag und Freitag bin ich naechste Woche also ziemlich gut ausgelastet. Dann habe ich am Dienstag noch einen Test (wie eine Schulaufgabe oder Kurzarbeit) in Sportmedizin, auf den ich aber nicht so viel lernen werde, weil meine Noten ja hier sowieso nicht zaehlen.

So jetzt ist es elf in den USA, ich muss echt ins Bett.

Bis bald,

Lilly

 

 

Hey!

 

Hey,

du bist auf meinem Austausch(-halb-)jahr-Blog gelandet.

Aber zuallererst sollte ich mich vorstellen: Ich bin Lilly, eigentlich Elisabeth, 15 Jahre alt und gehe in einem Monat für 5.5 Monate in die USA (genauer gesagt nach Charlotte, North Carolina).

Zu diesem Blog: Anfangs war ich eher weniger begeistert von der Idee (vor allem deshalb, weil ich bis jetzt viel zu faul dafür war, auch nur Tagebuch zu schreiben). Aber nun hab ich den Blog und die Motivation kommt dann beim Tippen ( wie jetzt zum Beispiel 😉 ). Und so ein Blog hat ja auch seine Vorteile: Als ich selbst noch am Überlegen und Recherchieren wegen meinem atj (Austauschjahr) war, habe ich auch einige Blogs durchgeguckt und mir haben Erfahrungsberichte ,zusätzlich zu den trockenen Infos, die jede Organisation online auflistet, sehr geholfen. Andererseits gibt es noch einen, zugegebenermaßen egoistischen Vorteil: Ich war, wie schon erwähnt, immer zu unmotiviert für ein Tagebuch, der Blog ist also eine Art 2. Versuch. In ein paar Jahren werde ich mir das alles durchlesen, nachdenken, lachen, weinen.

Ich nehme mir vor, vielleicht einmal wöchentlich zu bloggen, dann ist es nicht zu viel auf einmal und durch die Regelmäßigkeit bleibt die Motivation (hoffentlich) erhalten.

Auch möchte ich mich gleich zu Beginn für Rechtschreibung ,Zeichensetzung, Grammatik und sonstig Fehler entschuldigen, die mir unterlaufen werden ( oder schon sind), das ist nun mal kein Deutsch-Aufsatz.

So, auch wenn ich mich bis jetzt nur kurz vorgestellt und meine Gedanken sortiert habe, muss ich jetzt Schluss machen. Nächstes Mal mehr zu meinen Entscheidungen bezüglich atj und dem Stipendium.

Bis bald,

Lilly