Homecoming

Hey,
am Samstag war das verspaetete Homecoming, der eigentliche Termin musste wegen dem Sturm vor einem Monat abgesagt werden. Vielleicht lag es daran, dass die Homecoming-Woche vorher so gefehlt hat und man so nicht „in Homecoming-Stimmung“ war, vielleicht hatten die Leute aber auch keine Zeit , da das Cheerleading-Competition-team am selben Tag eine Meisterschaft und das Fussball-Schulteam das Finale von North Carolina hatten. Die Tanzveranstaltung(wenn sie den Namen ueberhaupt verdient) selbst war also-man kann es nicht anders sagen-ziemlich langweilig. Wir standen in Grueppchen rum und haben darauf gewartet, dass mehr Leute kommen und es lustiger wird-was aber nicht passiert ist. Nach einer Stunde sind wir dann gegangen.
Jetzt habe ich vor lauter Meckern ganz vergessen, zu erzaehlen ,dass wir vorher noch (gefuehelt) stundenlang Fotos gemacht haben. In unseren kurzen Kleidchen haben wir bei 10 Grad sehr gefroren, immerhin hatte ich eine Jacke mit. Danach ist meine Gruppe-Bea, Bree, ihr Freund und Freunde von Bree, die ich teilweise auch kannte-zum Essen in einen Italiener gegangen, das war lustig.
Also insgesamt kann ich sagen, dass Homecoming jetzt nicht DAS Ereignis war, wie es in High-School-Filmen gerne dargestellt wird. Vielleicht haengt das aber auch mehr von der Schule und dem Termin ab.
Den Rest des Wochenendes habe ich eigentlich sitzend verbracht. Bree hatte Samstag und Sonntag ein Fussballtunier (als Abschluss der Saison-jippie) in Statesville, eine Stunde noerdlich von Charlotte, wo ich-dick in Wintermantel und Decke eingewickelt-zugeguckt habe. Wie irgendein bloeder Zufall es wollte, ereignete sich je gestern und auch vorgestern ein Unfall auf der Autobahn, weswegen wir dann 3 Stunden fuer den Heimweg gebraucht haben.
Diese Woche jetzt wird sehr kurz, weil wir ab Mittwoch wegen Thanksgiving frei haben werden, das wir in Disneyworld verbringen werden. Morgen nach der Schule geht’s los-12 Stunden dauert die Fahrt nach Florida. Ich freue mich sehr darauf.
Bis bald,
Lilly

Hey, Matthew!

Hey,

es ist warscheinlich schon ueberall in den Nachrichten. Ich erlebe heute meinen ersten grossen Hurrikan hier. „Matthew“ besucht uns jetzt uebers Wochenende .Es schuettet wie aus Kuebeln und ist sehr windig, die Baeume neigen sich im Wind und die Ampeln (die sind hier nur an einer strommastenarteigen Konstruktion befestigt) schauen aus als ob sie „tanzen“. Ich hatte mir das alles noch heftiger vorgestellt, aber wir sind ja hier auch im Landesinneren und nicht an der Kueste. Haiti und Florida scheint es deutlich schlimmer zu erwischen.Trotzdem bloed, denn unser Hockeyspiel fuer gestern und, viel schlimmer, der Homecomingball wurden abgesagt und verschoben. Immerhin.

Ich werde mich jetzt gleich mit Emily treffen, um das zu tun, was man bei diesem Sch*wetter am besten macht: In kuschelige Decken gehuellt  Filme gucken, Cookies backen und vielleicht kann ich ihr auch meine Zwillingsschwester aus Deutschland vorstellen (ups, du weist ja noch gar nicht von deinem Glueck, Lieblingsschwest 🙂 ), wenn die Zeit zum skypen hat.

Jetzt faellt mir grad noch ein, dass ich voellig vergessen habe, vom Homecomnigspiel zu berichten. Alles in allem war es gar nicht mal so aufregend, um ehrlich zu sein.  Das lag vermutlich daran, dass das gegnerische Team nicht sehr gut war. Das ist geplant, wie mir erzaehlt wurde. Waere ja bloed, wenn das eigene Team das Homecomingspiel verliert. War deswegen dementsprechend langweilig, das Spiel endete 67:6 (oder so). In der Halbzeitpause wurden Homecomingqueen und king gekroent (die Prinzessinen und Prinzen wurden schon vorher bekanntgegeben), ein Maedchen aus meinem Hockeyteam hat es geschafft.

Heute Abend treffen wir uns mit Freunden der Familie zum Abendessen und es ist geplant, dass ich mit deren Tochter zusammen backe. Jippie, da freue ich mich drauf. Bree hat morgen ein Fussballspiel ( weil sie auf Kunstrasen spielen, spielen sie bei jedem Wetter solange es nicht gewittert) und ich muss langsam mal mit dem  5-seitigen Aufsatz uber meine Familiengeschichte fuer meinen Geschichtskurs anfangen. Montag gehen wir eventuell zu einem Footballspiel der Panthers. Es waere sehr cool, wenn das klappen wuerde, aber meine Familie ist noch am Ueberlegen weil das Spiel erst um halb neun losgeht.

So, jetzt muss ich los, will Emily ja nicht warten lassen.

Bis bald,
Lilly

Homecoming-Woche

Hey,

ich sitze gerade in Sport Medizin und wir haben „Freizeit“, weil alle Sophomores (10.Klaessler) heute den Pre-ACT (irgendein Pre-College Test, den Pre-SAT muss ich als Junior naechste Woche machen) haben und von unserer Klasse nicht mehr besonders viel uebrig ist.

Es ist Homecoming-Woche!

Konkret heisst das, dass der american school spirit mit grossem trara und nach Lust und Laune ausgelebt wird. Fuer diese Woche gibt es fuer jeden Tag einen „Dresscode“, den man natuerlich nicht verpflichtend befolgen muss, aber die Themen sind schon lustig. Montag war „alien“ das Thema, da hatte ich jetzt nicht so viel im Kleiderschrank zu, ein tuerkises Sweatshirt musste genuegen. Gestern war „Pun day“ (Pun bedeutet Wortspiel), das war sehr lustig. Ich habe schwarze Jeans, ein T-shirt mit einem  grossen gruenen „P“, meine Lederjacke und  ein schwarzes Haarband getragen; um ein Auge habe ich mit schwarzem Make-up einen grossen (Pandaaugenaehnlichen) Kreis gemalt. Na, welcher Pun ist das? …..Ich war eine „Black Eyed Pea“. Bree (die das selbe „Kostuem“ hatte) und ich fanden uns sehr genial (auch wenn die Idee von Instagram geklaut war, aber psssssssttt 🙂 ). Sonst habe ich einen „One Night Stand“ (Pappkarton als „Schulterposter mit Deko), mehrere „Holy Cows“, „Oh deers“ und weiteres gesehen. Viele Kostueme waren vielfach vertreten, was wol leider daran lag, dass wohl viele Leute die selbe Instagram-Seite aufgerufen hatten.

Heute ist „Alter ego day“, man soll sich also komplett anders als sonst kleiden. Brees Cousine Savannah tauscht zum Beispiel mit einer Freundin ihre Cheerleader-Uniform gegen deren Band-Kleidung. Mir ist fuer heute nichts wahnsinning kreatives eingefallen, deswegen habe ich mich einfach so wie immer angezogen. Donnerstag ist „Geek vs. Greek day, da will ich mich ganz „nerdig“ sein, also kein Make-up, Rattenschwaenze (zwei Pferdeschwaenze) und langweilige Klamotten. Freitag ist „spirit day“, da ziehen wir unsere Hockeyuniformen (nur das T-shirt, der Rock ist laut „Schuldresscode“ zu kurz) an und im 4th Block haben wir eine Pep Really, irgendeine Veranstaltung aller Sportteams der Schule. Keine Ahnung, was wir konkret machen werden, aber alles ist besser als in Geschichte zu sitzen.

In genau dem Fach habe ich heute auch einen Test, aber wir duerfen ja im Buch spicken, sollte also passen.

Weil es eine Hurrikan-Warnung fuer das Wochenende gibt, wurde das JV(Junior Varsity)-Footballspiel von morgen auf heute verlegt, morgen ist dann das Varsity-Homecomingspiel. Dort werden Homecomingking und -queen (Abschlussjahrgang) und die je 3 Homecomingprinces und -princesses „gekroent“. Zusaetzlich wird es bestimmt noch eine grosse Show geben, bin sehr gespannt darauf und werde natuerlich ausfuerhlichst darueber berichten :).

BIs bald,

Lilly

 

Backen auf amerikanisch

Hey,

ich kann es selbst noch kaum glauben, aber unser Hockeyteam hat gestern tatsaechlich 3:1 gegen irgendeine katholische Schule in South Carolina gewonnen 🙂 ! Wir waren alle maechtig stolz und haben uns super gefreut.

Tja, ich habe dem Team versprochen, Cookie Dough Sandwiches (zwei Chocolate chip cookies mit eifreiem Keksteig als „Fuellung“…mmmmmmm) zu backen, wenn wir gewinnen. Morgen haben wir nur bis 12 Schule und kein Training, ich werde also genug Zeit dafuer haben. Backen in den USA ist fuer mich unerwarteterweise anders als in Deutschland. Ich kann nicht einfach drauflosbacken, muss mir vorher ueberlegen, was und fuer wen. Meine Gastfamilie mag zum Beispiel keine Nuesse und Emily hat Laktoseintoleranz. Und dann muss natuerlich noch alles Benoetigte im Haus sein. Butter fehlt mir manchmal. Alles nicht so einfach 🙂 .

Dann kann’s losgehen: Der Ofen muss vorgeheizt (das dauert so 10 Minuten, bis er warm ist, natuerlich ist die Temperatur in Fahrenheit angegeben) und die Zutaten abgemessen werden. Dafuer nimmt man hier keine Waage, sondern ganz einfach einen Messbecher, die „Einheit“ ist dann nicht gramm, sondern „Cup“. Also 2 cups Mehl, 5/4 cups Zucker und so weiter. Das war am Anfang ein bisschen verwirrend fuer mich, weil ich meine deutschen Gramm-Rezepte nicht verwenden kann. Natuerlich haette ich umrechnen koennen, war aber zu faul dafuer. Habe also fleissig im Netz gestoebert (wir haben unsere Laptops in der Schule ja eigentlich fuer Recherchezwecke, aber wenn ich doch fruher fertig sein sollte…in Geschichte habe ich Unmengen an Zeit) und ganz viele amerikanische Rezepte gefunden. Scones, Pies, Muffins, Cupcakes, Candy Bars und natuerlich: Cookies. Oben erwaehnte Cookie Dough Sandwiches habe ich fuer Beas Geburtstagsparty schon ausprobiert und nur positive Kritik bekommen. Meinem Hockeyteam sollten sie also auch schmecken.

Ach so, hier noch die Aufloesung fuer den superschlauen Computer Program-Spruch: 10 ist uebersetzt 2 in Binary. Das wars eigentlich auch schon. Ohne diese Zusatzinfo ist man leicht verwirrt. 10 Arten und danach werden nur 2 erwaehnt? Aber 10 ist ja 2!Egal, irgendwie kam mir das alles am Mittwoch um einiges brillianter vor, koennte am Gluecksrausch liegen, weil ich endlich mal irgendetwas (neuer Stoff, nicht binary, der spruch stand bloss irgendwo im Buch, ich war fertig und habe ihn entdeckt) in diesem Kurs verstanden habe.

Naechstes Wochenende ist Homecoming, werde langsam ein bisschen aufgeregt. Aber um Kleid und Schuhe brauche ich mir immerhin keine Sorgen zu machen, das habe ich ja schon. Bea hat von gestern auf heute bei mir uebernachtet (sleep-over heisst das hier) und ich habe ihr ein voll huebsches, dunkelblaues Kleid in A-Linie mit Bluemchen-Spitzenmuster am Ruecken von mir dafuer geliehen, steht ihr (fast 😉 ) besser als mir. Ich freue mich auf jeden Fall auf den Ball, das wird bestimmt eines der Highlights meiner „Highschoolkarriere“. Sollte aber auch nicht zu viel erwarten, mir wurde oft erzaehlt, dass der Abschlussball eigentlich viel toller sein soll.

Bis bald,

Lilly

Meine Woche (spezifischer geht der Titel nicht)

Hey,

Weil meine Gasteltern und meine Tante in Las Vegas (mein Gastvater hat da einen Geschaeftstermin und sie gehen auf ein Celine Dion Konzert) sind, wohne ich dieses Wochenende bei meinem Onkel, Bea und meinen Cousinen. Der arme Carson (mein Gastbruder)- von Maedchen umzingelt ;).

Gestern war wie jeden Freitag das Varsity Footballspiel (JV, das Juniorenteam spielt donnerstags) und als Watergirl war ich natuerlich dabei. Leider haben die Pirates verloren, haetten die drei Touchdowns jedoch gezaehlt, dann haetten wir gewonnen. Na gut, so ist es halt.

Aufregend war es aber auf jeden Fall, vor allem weil dieses Spiel das Homecoming-Spiel der Gegner war. Es gab also ein grosses (noch groesser als sonst) Trallala mit einer Show in der Halbzeitpause.

So ganz verstehe ich den Hintergrund vor Homecoming noch nicht. Als ich Bree (meine Gastschwester) gestern gefragt habe, ob das einfach eine Party um der Party (und Football natuerlich) willen ist, hat sie gesagt, das treffe es ganz gut. Unser Homecoming ist uebernaechstes Wochenende.Ein Kleid habe ich auch schon, Bree hat mir das gegeben, das sie mal zur Bar Mitzvah einer Freundin anhatte. Es ist aus schwarzem Stretch-Stoff und assymetrisch geschnitten. Jetzt muss ich nur noch Schuhe dafuer finden. Ich gehe heute noch mit einem Maedchen aus dem Hockeyteam (Emily) shoppen, vielleicht finde ich da ja was.

[Schreibunterbrechung (gibt es das Wort ueberhaupt?)]

Bin zurueck und habe sehr suesse, schlichte schwarze Ballerinas gefunden 😉

Abgesehen vom Kleid habe ich keine Ahnung wie Homecoming (der Dance, nicht das Spiel, da bin ich ja watergirl) ablaufen wird. Es wird auf jeden Fall eine american experience fuer mich.

Was sonst noch so passiert ist: Habe ich nicht im letzten Beitrag erwaehnt, dass ich hoffe, noch ein Hockeyspiel zu gewinnen? Na ja, wir haben letztes Woche 4:0 und 5:0 verloren. Kein Kommentar mehr. (Aber der Wille zum Sieg war da!)

Bea hat morgen Geburtstag, ich habe mit Emily eine deutsche Kaese-Sahne-Torte (so deutsch wie es ohne Quark und Vanillezucker eben geht) gebacken und ihr deutsche Suessigkeiten wie Haribo, Milka und Kinderschokolade gekauft. Hoffentlich freut sie sich darueber.

Ansonsten habe ich heute morgen mal wieder mit meiner Familie geskypt. Es war schoen, sie mal wieder zu sehen und zu hoeren. Mit dem Zeitunterschied ist das ja nicht so einfach. Wenn ich unter der Woche um halb sechs von Schule und Hockey heimkomme, ist es halb zwoelf in Deutschland und (fast-mein Vater ist ein Nachtmensch) ganz Deutschland schlaeft schon. Deswegen bleiben eigentlich nur die Wochenendvormittage zum skypen. Wenn ich nicht bei einem Fussballspiel bin. Wenn ich nicht shoppen bin. Wenn ich eben mal zuhause bin :).

So, mehr interessantes gibt es von meiner Woche wirklich nicht zu berichten und laenger kann ich mich jetzt auch nicht mehr vor dem ins Bett gehen druecken (prokrastinieren in Klugscheissersprache).

Bis bald,

Lilly