Happy Halloween

Happy Halloween !
Als „Erfinder“ des grossen Wirbels darum feiern das die Amerikaner natuerlich dementsprechend gross: Die ganze Nachbarschaft war schaurig-schoen dekoriert, wir, meine Gastfamilie und ich, sassen auf Klappstuehlen vor dem Haus und warteten auf suessigkeitenhungrige Monster. Auch wenn es da eigentlich noch gar nicht richtig dunkel war, ging es gegen sechs mit den kleineren Kindern los. Sie liefen zoegernd auf uns zu, sagten schuechtern ihr Spruechlein „Trick or Treat“, um dann mit einer Handvoll Suessigkeiten belohnt zu werden. Meine Gastfamilie hatte einen „Halloweenzug“ aufgestellt, Halloweenlieder toenten aus einem Lautsprecher und mein Gastvater hatte aus einer E.T.-Maske, Klamotten und leeren Kuechenrollen einen „echten“ E.T.gebastelt. Bree hat mit grosser Muehe versucht, die Kinder davon zu ueberzeugen, dass E.T. lebt, indem sie sagte, er koenne sprechen und mein Gastvater hat dann vom Handy ueber die Lautsprecher den „will nach Hause“-Spruch abgespielt. Das war lustig.
Anders als in Deutschland mussten die Kostueme nicht unbedingt gruselig sein. Ich habe unzaehlige Prinzessinnen und Polizisten gesehen, meine Gastschwester war als Erdbeere verkleidet und ich relativ unkreativ als Fussballspieler (Bree hatte mir ein Fussballtrikot von irgendeinem bekannten Ami-Spieler gegeben). Richtig Abendbrot gegessen habe ich gestern nicht, bei all den Suessigkeiten, aber gut :D.

Der Cheer-Retreat am Wochenende war eine sehr aufregende Erfahrung. Wir hatten drei Stunden Training jeden Tag, wobei uns 2 neue Cheers mit Beats beigebracht wurden. Ausserdem haben wir mit einem Tanz fuer die Halbzeitpause begonnen. Ganz schoen zeit- und abeitsintensv, so viele Choreographien zu lernen, ganz zu schweigen davon, sie auch im Kopf zu behalten.
Aber wir haben nicht nur trainiert am Wochenede, ein bisschen Spass (aka Teambuilding) war auch erlaubt. Samstagabend haben wir ein Maislabyrinth besucht und sonntags ein Escape Game gemacht.
Das Labyrinth war kein gewoehnliches, sondern eines mit Fragen zu verschieden Themen-wir haben American History gewaehlt-, die einem „den Weg weisen sollten“. Wir dachten also, dass an jeder Weggabelung einfach eine Frage waere, Antwort rchtig, gehe links, falsch rechts. Falsch gedacht, das war nicht der Fall. Mein Team, dementsprechend verwirrt, hat dann beschlossen, wenn wir keine Frage hatten, einfach geradeaus zu gehen. Schlussendlich haben wir -als letztes Team- aus dem Labyrinth herausgefunden. Die Trainer waren schon kurz davor gewesen, nach uns suchen zu lassen.
Das Escape Game (man wird in einen Raum eingesperrt und hat eine Stunde, um- wie bei einer Schatzsuche Hinweisen folgend- wieder herauszukommen) fand ich persoenlich jetzt nicht so toll. Vielleicht lag es daran, dass unsere Gruppe mit 10 Leuten recht gross war, sodass ich nicht wirklich etwas zu tun hatte, vielleicht war unser Thema „Azteken“ aber auch zu einfach, denn ein Organisator hatte uns davor noch erzaehlt, dass das mehr ein Thema fuer Juengere waere.Eine andere Gruppe hatte „Scary Hospital“ (oder so aehnlich).Wir haben ihnen danach noch ueber die Videokamera zugucken koennen, das war sehr lustig.
Insgesamt hat mir mein Cheerleading-Wochenede sehr gut gefallen, vor allem weil ich mein Team ein bisschen kennen lernen konnte.

Was mir gerade einfaellt: Ich glaube, es sorgte fuer Verwirrung ,warum ich auf meinem Blog Lilly heisse, wenn mein Spitzname in Deutschland doch Liese ist. Das liegt daran, dass ich hier in den USA so heisse, weil die Amis „Liese“ nicht richtig aussprechen koennen, das klingt mehr wie „laise“. Dann habe ich diesen Namen gleich fuer meinen Blog beibehalten.

Bis bald,
Lilly