The Best Day

Hey,
heute war so ein aufregender Tag, ich weiss gar nicht, wo ich anfangen soll.
Ich bin um fuenf aufgestande, was mich einiges an Ueberwindung gekostest hatte. Um sechs ging naemlich der „Charity sale“ des Kaufhauses JC Penny in Matthews (naechst groesserer Ort, danach kommt dann Charlotte) los. Das war ein Shoppingevent, bei dem man mindestens 25% oder mehr Rabatt auf alles bekommt. Zusaetzlich gehen alle Einnahmen an oertliche gemeinnuetzige Organisationen wie beispielsweise „Cindy’s Hope Chest“, die Brustkrebs-Organisation meiner Gasttante Cindy. Zuerueck zum Shopping: Ich war versucht, mir ein Paar schicke Boots zu kaufen, bin aber jetzt schon ziemlich sicher ueber dem 23kg-Limit fuer den Rueckflueg. Ausserdem habe ich ja (eigentlich) genug Schuhe ;). Ich habe aber ein huebesches Paar echter Silber-Ohrstecker fuer 7$ (Schnaeppchen!) sowie zwei Paar Schneeflockenohrringe fuer die Adventszeit, amerikanische Plaetzchenausstecher und -deko, Bea zwei Paar Stiefel, meine Familie ganz viel Haushaltskram etc. ergattern koenen. Alles keine Notwendigkeitskaeufe, ich weiss, aber das Shoppen mit meiner Familie und Beas (Alexa, meine aelteste „Cousine“, die ich sehr gerne mag, ist uebers Wochenende vom College heimgekommen) an sich hat einfach Spass gemacht. Es erinnerte mich ein bisschen an die Einkaufstouren durch Augsburg mit meiner Tante und meiner Oma: Brauche ich das-Nein! Kaufe ich es trotzdem?- Ja! 🙂
Noch waehrend wir im Kaufhaus sassen und auf Bree gewartet haben, wurde ich von meiner Gastmutter ueberrascht, die verkuendete, dass wir mittags eine Segwaytour in Charlotte uptown gebucht haben. Ich war sehr aufgeregt, weil ich schon immer mal in die Stadt reinwollte, es wegen den Demonstrationen Ende September bisher aber leider nicht so gut gepasst hat. Die Ueberraschung war also gelungen. Es war anfangs ein bisschen schwierig auf dem Segway die Balance zu halten, ich habe mich aber schnell daran gewoehnt. Das Fahren selbst machte unerwartet viel Spass (Boese Zungen behaupten ja, das sei Laufen fuer Faule). Los gings mitten im Kern der Innenstadt, dem Bankenviertel mit den Hochhaeusern („Mini-New York“), fuer das Charlotte so beruehmt ist. Komischerweise war genau heute eine Parade fuer den Veteransday durch die Strassen , dabei ist der doch erst naechsten Freitag ?! Egal,davon entfernte sich unsere Gruppe mit den sperrigen Gefaehrten schnell. Unser Guide „Rod“ war sehr nett, er erzaehlte auch ein bisschen ueber die Geschichte der Stadt.Charlotte wurde 1755 von einem Typen mit Nachnamen Polk gegruendet. Rod zeigte uns einen alten Baum, an dem bis anfangs des 19. Jahrhunderts noch Leute gehaengt worden sind und eine historische, renovierte Siedlung. Die Stadt wird laut ihm auch die „gruene Stadt“ genannt, weil sie so viele Baeume,Gruenflaechen und Parks hat. Diese strahlten heute passend zum kuehler werdeneden Wetter (ohne meine deutschen Wandersocken haette ich sehr gefroren) herbstlich gelb-orange. Ausserdem fuhren wir durch das Kuenstlerviertel(dort eine sehr coole riesige, aus Spiegeln hergestellte Skulptur) und am Baseball- und Footballstadium vorbei.
Leider war der Spass nach zwei Stunden vorbei, aber man soll ja dann aufhoeren, wenn es am schoensten ist.
Besser als mit einer Pekannusstarte zum Mittagessen haette mein Tag eigentlich gar nicht weitergehen koennen. Wir gingen also zu „Amelie’s“, einer „franzoesischen“-Baeckerei-Kette hier in den USA. Zum Glueck fuer mich mochte Bree dann auch noch die Haelfte ihres Mousse-au-Chocolat-Tortchen nicht mehr. Hmmmm, war das lecker!
Ziemlich geschafft ruhten wir uns dann nachmittags zu Hause aus, bis es weiter zu Freunden meiner Gastmuttter ging, die gerade erst zwei Zwillingsmaedchen bekommen haben.Suuuuuuuuuues! Der schwarz-weiss-gefleckte Hund der Familie hiess Oreo, was ich sehr lustig fand.
Abends luden mich Emilees Eltern zum Abendbrot in ein cooles Diner im „Szeneviertel“ Charlottes ein. Es war sehr schoen, ihre Familie mal richtig kennen zu lernen. Danach spazierten wir noch ein wenig durch das das vor allem von berufstaetigen, erfolgreichen, kinderlosen Hipstern bevoelkerte Viertel-Neben gruener, Finanz- und Kunststadt eine andere Seite von Charlotte.
Ich werde oft gefragt,was mir bis jetzt am besten gefallen hat, was sehr schwierg zu beantworten ist, weil das so viel ist. Heute war auf jeden Fall einer der sehr schoenen Tage.
Jetzt bin ich dementsprechend muede, aber diese Nacht schenkt mir die Zeitumstellung gluecklicherweise eine Stunde. Morgen vormittag geht’s in die Kirche und nachmittags verdiene ich mir in der Reinigungsfirma meines „Onkels“ ein bisschen Geld fuer Weihnachtsgeschenke dazu.
Bis bald,
Lilly

End of the season

Hey,
Heute ist ein wunderschoener Herbsttag.
Ich sitze mal wieder am Rande eines Fussballfeldes, aber nicht dort, wo Bree normalerweise ihre Spiele hat, sondern an einem in den Bergen. Grillen zirpen, ich hoere noch einige Voegel zwitschern, die Sonne scheint, es weht ein angenehmes Lueftchen und von der Erhoehung,auf der ich sitze, hat man einen tollen Blick auf den sich gelblich faerbenden Wald.
Ich bin jetzt seit zwei Monaten hier. Auch wenn ich meine Familie, vor allem mein Schwesterherz  und Flo vermisse, habe mich sehr gut eingelebt,einen neuen Alltag gefunden: Meine ‚baking tuesdays‘ (bree und carson haben fussballtraining, also backe ich bei meiner Tante mit Bea und Madison, Brees cousine), Footballspiele donnerstags und freitags, Brees und Carsons Fussballspiele am Wochenende. Meine deutschen hausaufgaben mache ich jetzt waehrend des Unterrichts (wenn ich mit den „Assignments“ frueher fertig bin) und habe jeden Nachmittag Hockeytraining.

Naechste Woche wird die letzte in der Saison sein. Ich bin sehr traurig darueber, denn der Sport und vor allem das Team sind mir echt ans Herz gewachsen. Naechstes Wochenende haben wir noch ein Tunier und eine Abschlussfeier.

Aber direkt im Anschluss daran sind naechste Woche Montag und Dienstag die Cheer-Tryouts. Ich war ja letzte Woche etwas unentschieden bezueglich Cheer oder Track…Der Plan ist jetzt, dass ich, wenn ich es (hoffentlich) ins Team geschafft habe-nach beidseitiger Absprache mit den Coaches- parallel Track mache. Je nachdem in welches Cheer-Team ich es schaffe (das Juniorenteam hat frueher Training als das Varsity-Tram), kann ich dann eventuell einmal die Woche nicht zum Track-Training gehen. Wie ich das jetzt so aufschreibe, faellt mir auf, dass sich das zwar ziemlich durchoptimiert anhoert, es sich aber, wenn es klappt, wahrscheinlich manchmal Ueberschneidungen ergeben werden. Zusaetzlich zum Training haette ich ja auch noch Spiele oder Wettkaempfe. Zudem beeinhaltet der Masterplan eine Menge „wenns“, ich sollte mir also keine zu grossen Hoffnungen machen, aber man soll ja nie aufhoeren zu traeumen. Ich gehe jetzt erstmal zu den Cheer-Tryouts und wenn ich es nicht schaffe, hat sich das Problem sowieso geloest.
Abgesehen von dem Fussbalspiel heute hatte ich ein sehr entspanntes Wochenende.Gestern war ein typischer „Bummeln-und-Erledigen-Tag“, wie mein Vater ihn nennen wuerde. Ich habe sehr viel an (deutschen) Hausaufgaben geschafft, nebenbei aber auch genug Zeit zum Geige spielen, Laufen gehen und Lesen gefunden.

Fuer Geschichte muss ich einen 5-seitigen Aufsatz ueber meine Familiengeschichte schreiben. Alternativthema war „Was ist deiner Meinung nach das wichtigste Ereignis/die wichtigste Person in der amerikanischen Geschichte?“ – da nehme ich dann doch lieber die Familiengeschichte. Vor allem weil sich meine gerade erst 94 gewordene Tante und ihr Leben vor dem historischen Hintergrund der Weimarer Republik, dem dritten Reich, dem 2.Weltkrieg, der Nachkriegszeit, dem Mauerbau und dem geteilten Deutschland nun wirklich anbieten. Sie selbst hat zwei lange Aufsaetze darueber verfasst und im Geschichtsunterricht haben wir oben genannte Themen bereits behandelt, das ist mir eine sehr grosse Hilfe. Zusaetzlich moechte ich auch ihre Anhnenforschung erwaehnen. Es macht mir unerwartet viel Spass, durch all die alten Dokumente zu stoebern und so mehr ueber meine Urururgrosseltern und weitere interessante Persoenlichkeiten zu erfahren. Einer hatte 17 Kinder, ein anderer beherbergte Goethe fuer eine Nacht und wieder ein anderer war ein echter Pechvogel: Seine erste Frau starb kurz nach der Geburt des ersten Kindes, die Schwiegereltern wenig spaeter, seine zweite Frau wurde nervenkrank, die Franzosen pluenderten 1806 auf seinem Hof, bei einem Unwetter brannte ein Wirtschaftsgebaeaude ab, er starb arm und verbittert. Es sind also sehr interessante Schicksale dabei. Ich bin dankbar, dass meine Tante dass alles zusammengeschrieben hat. Zurueck zu meinem Meisterwerk: Die Gliederung und eineinhalb Seiten sind schon geschafft, aber ich habe ja auch noch drei Wochen Zeit.

So, jetzt sind wir nach zweistuendiger Heimfahrt angekommen (ich habe den Text oben auf meinem Handy am Fussballfeld getippt). Mein Gastvater steht in der Kueche und backt Triple Chocolate Chip Cookies fuer mich – er hatte eine Wette verloren: Haeagen Dasz ist KEINE daenische Firma, sonder eine amerikanische ; ). Ich mache mich dann mal an meinen Aufsatz.
Bis bald,
Lilly

Hey, Matthew!

Hey,

es ist warscheinlich schon ueberall in den Nachrichten. Ich erlebe heute meinen ersten grossen Hurrikan hier. „Matthew“ besucht uns jetzt uebers Wochenende .Es schuettet wie aus Kuebeln und ist sehr windig, die Baeume neigen sich im Wind und die Ampeln (die sind hier nur an einer strommastenarteigen Konstruktion befestigt) schauen aus als ob sie „tanzen“. Ich hatte mir das alles noch heftiger vorgestellt, aber wir sind ja hier auch im Landesinneren und nicht an der Kueste. Haiti und Florida scheint es deutlich schlimmer zu erwischen.Trotzdem bloed, denn unser Hockeyspiel fuer gestern und, viel schlimmer, der Homecomingball wurden abgesagt und verschoben. Immerhin.

Ich werde mich jetzt gleich mit Emily treffen, um das zu tun, was man bei diesem Sch*wetter am besten macht: In kuschelige Decken gehuellt  Filme gucken, Cookies backen und vielleicht kann ich ihr auch meine Zwillingsschwester aus Deutschland vorstellen (ups, du weist ja noch gar nicht von deinem Glueck, Lieblingsschwest 🙂 ), wenn die Zeit zum skypen hat.

Jetzt faellt mir grad noch ein, dass ich voellig vergessen habe, vom Homecomnigspiel zu berichten. Alles in allem war es gar nicht mal so aufregend, um ehrlich zu sein.  Das lag vermutlich daran, dass das gegnerische Team nicht sehr gut war. Das ist geplant, wie mir erzaehlt wurde. Waere ja bloed, wenn das eigene Team das Homecomingspiel verliert. War deswegen dementsprechend langweilig, das Spiel endete 67:6 (oder so). In der Halbzeitpause wurden Homecomingqueen und king gekroent (die Prinzessinen und Prinzen wurden schon vorher bekanntgegeben), ein Maedchen aus meinem Hockeyteam hat es geschafft.

Heute Abend treffen wir uns mit Freunden der Familie zum Abendessen und es ist geplant, dass ich mit deren Tochter zusammen backe. Jippie, da freue ich mich drauf. Bree hat morgen ein Fussballspiel ( weil sie auf Kunstrasen spielen, spielen sie bei jedem Wetter solange es nicht gewittert) und ich muss langsam mal mit dem  5-seitigen Aufsatz uber meine Familiengeschichte fuer meinen Geschichtskurs anfangen. Montag gehen wir eventuell zu einem Footballspiel der Panthers. Es waere sehr cool, wenn das klappen wuerde, aber meine Familie ist noch am Ueberlegen weil das Spiel erst um halb neun losgeht.

So, jetzt muss ich los, will Emily ja nicht warten lassen.

Bis bald,
Lilly

Homecoming-Woche

Hey,

ich sitze gerade in Sport Medizin und wir haben „Freizeit“, weil alle Sophomores (10.Klaessler) heute den Pre-ACT (irgendein Pre-College Test, den Pre-SAT muss ich als Junior naechste Woche machen) haben und von unserer Klasse nicht mehr besonders viel uebrig ist.

Es ist Homecoming-Woche!

Konkret heisst das, dass der american school spirit mit grossem trara und nach Lust und Laune ausgelebt wird. Fuer diese Woche gibt es fuer jeden Tag einen „Dresscode“, den man natuerlich nicht verpflichtend befolgen muss, aber die Themen sind schon lustig. Montag war „alien“ das Thema, da hatte ich jetzt nicht so viel im Kleiderschrank zu, ein tuerkises Sweatshirt musste genuegen. Gestern war „Pun day“ (Pun bedeutet Wortspiel), das war sehr lustig. Ich habe schwarze Jeans, ein T-shirt mit einem  grossen gruenen „P“, meine Lederjacke und  ein schwarzes Haarband getragen; um ein Auge habe ich mit schwarzem Make-up einen grossen (Pandaaugenaehnlichen) Kreis gemalt. Na, welcher Pun ist das? …..Ich war eine „Black Eyed Pea“. Bree (die das selbe „Kostuem“ hatte) und ich fanden uns sehr genial (auch wenn die Idee von Instagram geklaut war, aber psssssssttt 🙂 ). Sonst habe ich einen „One Night Stand“ (Pappkarton als „Schulterposter mit Deko), mehrere „Holy Cows“, „Oh deers“ und weiteres gesehen. Viele Kostueme waren vielfach vertreten, was wol leider daran lag, dass wohl viele Leute die selbe Instagram-Seite aufgerufen hatten.

Heute ist „Alter ego day“, man soll sich also komplett anders als sonst kleiden. Brees Cousine Savannah tauscht zum Beispiel mit einer Freundin ihre Cheerleader-Uniform gegen deren Band-Kleidung. Mir ist fuer heute nichts wahnsinning kreatives eingefallen, deswegen habe ich mich einfach so wie immer angezogen. Donnerstag ist „Geek vs. Greek day, da will ich mich ganz „nerdig“ sein, also kein Make-up, Rattenschwaenze (zwei Pferdeschwaenze) und langweilige Klamotten. Freitag ist „spirit day“, da ziehen wir unsere Hockeyuniformen (nur das T-shirt, der Rock ist laut „Schuldresscode“ zu kurz) an und im 4th Block haben wir eine Pep Really, irgendeine Veranstaltung aller Sportteams der Schule. Keine Ahnung, was wir konkret machen werden, aber alles ist besser als in Geschichte zu sitzen.

In genau dem Fach habe ich heute auch einen Test, aber wir duerfen ja im Buch spicken, sollte also passen.

Weil es eine Hurrikan-Warnung fuer das Wochenende gibt, wurde das JV(Junior Varsity)-Footballspiel von morgen auf heute verlegt, morgen ist dann das Varsity-Homecomingspiel. Dort werden Homecomingking und -queen (Abschlussjahrgang) und die je 3 Homecomingprinces und -princesses „gekroent“. Zusaetzlich wird es bestimmt noch eine grosse Show geben, bin sehr gespannt darauf und werde natuerlich ausfuerhlichst darueber berichten :).

BIs bald,

Lilly

 

high School

Hey,

Puh, Die erste Schulwoche ist geschafft. Ein bisschen fies,wenn man bedenkt,dass es in Bayern erst in 10 Tagen losgeht. Aber immerhin haben wir das Labor day Wochenende,das wir am Strand zelebrieren werden. Ich sitze gerade im Auto und schreibe am Blog (ein Buch hab ich schon durch und das Zweite muss ich aufheben, sonst habe ich für Strand und Rückfahrt nichts mehr?).
Aber zurück zur Schule. Der Hauptunterschied zum deutschen Schulsystem besteht darin, dass ich hier statt 15 Fächern vier habe. Chemie,Sport Medizin, Computer Program und amerikanische Geschichte. Dafür, dass es so wenig Fächern sind, habe ich sie jeden Tag und zwar Doppelstunden (die mir manchmal seeeeeeehr lang vorzukommen scheinen).
Mein Tag beginnt mit Chemie: eigentlich war der Plan, einen Kurs zu nehmen,der organische Chemie in dem Semester durchnimmt, hat aber leider nicht geklappt, ich sitze jetzt im Grundkurs und lerne das,was ich in Deutschland vor zwei Jahren in Chemie gelernt habe. Ist aber nicht so schlimm, weil die Lehrerin (fast ;)) so toll erklären kann wie meine deutsche und der Unterricht echt Spaß macht. Außerdem ist ein total nettes Mädchen aus dem Hockeyteam in dem Kurs,mit der ich quatschen kann (nicht dass wir dafür viel Zeit hätten). Und zu einfach ist es allein schon wegen der englischen Sprache nicht.
Zweiter „Block“ : Sport Medizin. Das habe ich gewählt, weil ich in Deutschland Schulsani bin und auch selbst viel Sport treibe. Es ist ein echt interessanter Kurs, gestern haben wir die 5 Arten von Knochen und die Namen derer im Körper (mein persönlicher Favorit:Patella, das klingt wie Umbrella,Regenschirm) kennengelernt. Besonders in dem Kurs bereitet mir das Englisch jetzt am Anfang einige Schwierigkeiten, aber wenn ich weiter fleißig die Wörter zu Hause nachschlage, sollte das bald besser werden.
Danach gibt’s Mittagessen. Zum Glück habe ich mit Bree (meiner Gastschwester) lunch, sitze also mit ihr und ihren Freunden zusammen in der lauten,vollen Cafeteria.Jeden Abend bereite ich das Essen für den nächsten Tag vor (susskartoffelpommes,Omelette, Wrap, gefüllte Avocado….) und freue mich,wenn ich es mittags aus meiner lunchbag zaubern kann.
Gut gestärkt geht’s dann zum Computer program Kurs. Ich beginne langsam,die Kurswahl zu bereuen, weil Informatik auch in Deutschland jetzt nicht unbedingt mein Lieblingsfach ist, aber es ist zu spät, um zu wechseln und ich brauche das Wissen back in Germany. Vor meiner Abreise habe ich nämlich mit meiner Informatiklehrerin geredet und sie meinte, dass es schwierig ist, sich Java selbst beizubringen. Damit ich das nicht verpasse und dann in Deutschland in Info Probleme kriege,hab ich den Kurs genommen und ziehe das jetzt auch durch.
Endspurt des (schul-)tages: amerikanische Geschichte. Ist genauso, wie es sich anhört: nicht unbedingt spannend, muss ich aber als Austauschschüler nehmen. Dort lerne ich über alles, was in Amerika in Der Zeit zwischen der Entdeckung des Landes 1492 und dem amerikanischen Bürgerkrieg passiert ist. Der Lehrer hat schon angekündigt, dass wir am Ende des Semesters einen fünfseitigen Aufsatz schreiben dürfen/sollen/müssen. Klingt nach Spaß.
Nach Geschichte habe ich hockeytraining am Footballfeld der Midddleschool nebenan. Das ist der beste Teil des Tages für mich:abschalten,auspowern.
Zu Hause muss ich dann meine amerikanischen (die werden hier oft benotet, muss mir also Mühe geben) und meine deutschen Hausaufgaben ( mir den Stoff für Mathe,Chemie,Bio,Physik und französisch in Deutschland beibringen) machen. Zum prokrastinieren zwischendurch eignet sich das Lunchbox-vorbereiten, backen und Abendessen sehr gut.
Tja, und dann ist der Tag auch schon rum. Das ist mein wahnsinnig spannender Tagesablauf hier.

Jetzt sind wir am Strand agekommen. Ich sitze gerade auf der Terasse des Wohnmobils, vielleicht hüpfe ich später mal ins Meer, das liegt ja quasi vor der Haustür.

Bis bald,

Lilly
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