(Merry) Kissmas-Konzert

Hey,
ich bin froh, dass ich diesen Artikel nicht erzaehlen muss, denn meine Stimme hat sich gestern auf dem „Kissmas“ Konzert irgerndwann zwischen Hailee Steinfeld und Shawn Mendes verabschiedet.
Ich bin mit Savannah (der „mittelalten“ Cousine von Bree), Bea, Bree und meiner Gastmutter hingegangen. Auf dem vom Radiosender Kiss 95.1 veranstalteten Konzert im Spectrum Center in Charlotte (da sind sonst die Basketballspiele der Hornets) traten insgesamt sechs Kuenstler auf: Jojo, Charlie XCX, DNCE, Hailee Steinfeld, Alessia Cara und Shawn Mendes. Unsere Plaetze waren ziemlich gut: Sitzplaetze (auch wenn wir die meiste Zeit standen) ziemlich in der Mitte, etwa 50m von der Buehne entfernt-natuerlich dementsprechend teuer-Danke an meine Mutter fuer das Weihnachtsgeld aus Deutschland ;).
Los ging es mit JoJo, die ich leider ueberhaupt nicht kannte. Ein bisschen Internetrecherche hat ergeben, dass sie vor 9 Jahren mit ihrer Debuetsingle „(Leave)Get out“ als juengste Solo Kuenstlerin in den US-Billboard Charts war. Hm, sagt mir immer noch nichts.
Danach kam Charlie XCX und hat mit ihrem Pop-Dance-Mix die Buehne gerockt. Sie performte eigentlich (im Gegensatz zu JoJo, die , die Gelegenheit nutzte, um ihr neues Album zu bewerben) nur ihre groessten Hits: „Fancy“ (leider ohne Iggy Azalea), „I love it“, „Break the rules“ und zum Schluss „Boom Clap“ (Filmmusik zu “ das Schicksal ist ein mieser Verraeter“). Bea, Bree, Savannah und ich haben textsicher mitgesungen und auch ein bisschen (so gut wie es mit dem Platz in einer Konzerthalle eben geht) getanzt. Das hat Spass gemacht, Ich wuerde fast sagen, ihre Performance hat mir am besten gefallen!By the way:Charlie XCX hatte laut mir und Bea das beste Outfit des Abends: graues Shirt, ein kurzer weisser Rock mit einer Jeansjacke.
Next: DNCE (nach einem gleichnamigen Song, in dem es darum geht, zu betrunken zu sein, um „dance“ richtig zu buchstabieren….okaaaaaay…). Die Gruppe kannte ich vorher jetzt nicht so gut, habe sie dann jedoch an ihrer Hitsingle „Cake by the ocean“ erkannt. Ansonsten haben sie auch noch andere, unbekanntere Songs des 2015 erschienenen Debuetalbums gespielt, was aber nicht schlimm war, weil der funkige Beat einfach gute Tanz-Laune gemacht hat. Die Outfits der Band-Mitglieder waren generell etwas… speziell. Am coolsten fand ich den Gitarristen mit einer gelben Lackschuerze und Hawaii-Badeshorts.
Nummer 4: Hailee Steinfeld (die braunhaarige aus Pitch Perfect 2, die „Flashlight“ singt)in einem langaermlichen, schwarzen Glitzertop, die uns ganz stolz verkuendete, fuer den Golden Globe fuer ihre Rolle in „The Edge of Seventeen“ nominiert zu sein. In dem Coming-of-age Film geht es um ein 17-jaehriges Maedchen mit Selbtsmordgeedanken, das dann lernt, sich selbst zu lieben. Damit hat Hailee gleich zum naechsten Song „Love Myself“ uebergeleitet. Das fand ich generell suess, dass einige Kuenstler (in dem Fall sie) zu jedem Song noch ein paar Worte gesagt haben. Ihre Performance endete mit (gerade in den Charts) „Starving“, was jetzt mein aktueller Ohrwurm ist.
Last but not least: Alessia Cara, die Newcomerin von 2015. „Scars to your beautiful“ kuendigte sie als den „Song an alle Maedchen da draussen, die manchmal das Gefuehl haben, nicht huebsch genug, nicht gut genug zu sein“ an. Ansonsten waren neben „Wild things“ und „here“ auch bei ihr noch einige unbekanntere Songs dabei.
Das „Beste“ (dem Kreischen der weiblichen Fans nach zu urteilen) kam zum Schluss: der 18-Jaehrige Shawn Mendes. Meine Stimme schwaechelte dann schon, aber ich habe trotzdem fleissig bei „treat you better“, „mercy“ und „Stitches“ mitgesungen.
Insgesamt hatte ich grossen Spass auf dem Konzert (Danke nochmal an meine Gastmutter fuers „babysitten“ ;)) vor allem, weil man auf unseren Plaetzen echt gut sehen konnte. Das einzig etwas Nervige war, dass wir nach jeder Performance 20 Minuten auf den naechsten Kuenstler warten mussten, weil die Buehne umgebaut werden musste, ich bin also gegen Mitternacht erst ins Bett gekommen und dementsprechend muede.
Jetzt sitze ich gerade in unserer Turnhalle, schaue beim JV-Maedels-Basketballspiel zu, um die Zeit bis zu meinem Spiel totzuschlagen.
Bis bald,
Lilly

Ein etwas anderes Thanksgiving

Hey,
wie schon im letzten Beitrag gespoilert, habe ich Thanksgiving mit meiner amerikanischen Grossfamilie (Bree, meiner Gastmutter, Gastvater, meinem Gastvater, meiner Tante, meinem Onkel, Bea, meinen 3 Cousinen, Grandmommy, meiner anderen Tante und einer Freundin von ihr-14 Leute insgesamt) in Disneyworld in Florida gefeiert. Wir sind dienstags nach der Schule losgefahren, nachts um drei im Hotel angekommen um zehn wieder losgefahren, um nachmittags in Orlando anzukommen.

Disneyworld hat vier Themenparks: Magic Kingdom, Animal Kingdom, Epcot und Hollywood Studios. Am ersten Tag (von dem ja nicht mehr so viel uebrig war) sind wir ins Magic Kingdom gegangen, dem aeltesten Park, in dem es um die Charaktere aus den Disneyfilmen geht: Mickey Maus-klar, Cinderella, Winnie Pooh, Schneewittchen, und und und. Alle Attraktionen kann man (meiner Meinung nach) grob in drei Kategorien gliedern: Themenfahrten, wo man in einem Boot/Wagen sitzt und durch eine Kunstwelt aus dem jeweiligen Film faehrt, Achterbahnen und Shows (mit Film -teilweise 3D, Musik, Schauspielern… ). Ach, und natuerlich Fressbuden. Passend zum Thanksgiving am naechsten Tag gab es ein grosses Feuerwerk am Abend.
Nach dem ersten Tag waren wir alle megamuede und sind sofort ins Bett gefallen.

Tag zwei begann im Animal Kingdom mit einer Achterbahn „durch den Mount Everest“. Wir sind extra frueh aufgestanden, damit die Wartezeit nicht zu lang wird und sind sogar zweimal gefahren. Das Anstehen ist generell so eine Sache. Zur falschen Zeit kann man schon mal 2 Stunden fuer eine Attraktion anstehen. Aber man kann ja optimieren: frueh aufstehen oder auf die Disneywrold-App gucken, die Wartezeiten abschaetzt. Ausserdem gibt es noch sogenannte Fastpasses. Das ist sozusagen organisiertes, legales Vodraengeln. Jeder bekommt 3 pro Tag, mit denen man die lange Schlange ueberspringen kann und sich in dei Fastpass-Schlange einreiht. Bloed bloss, dass jeder das bei den besonders beliebten Attraktionen macht und man dann schon mal eine halbe Stunde mit Fastpass wartet.
Wir sind im Animal Kingdom noch viele Attraktionen unter -anderem eine Wasserrutsche- gefahren und waren auf einer „Safari“. Dabei sind wir in einem grossen Truck durch den im Park integrierten Zoo gefahren und sind den Giraffen, Zebras, Elefanten, Affen und mehr sehr nahe gekommen. Natuerlich waren die Loewen durch einen Wassergraben von uns getrennt.
Nachmittags sind wir in den Epcot-Park, der Sektoren mit Miniatur-Nachbildungen der Laender der Welt enthaelt, was ich sehr suess fand. Wir hatten leider nicht so viel Zeit, weil wir einen Fastpass fuer die Eiskoenigin-Attraktion („Frozen“) in Norwegen gebucht (!)hatten. Aber fuer einen Abstecher nach Deutschland (Okotberfest-Klischees, haha) und Frankreich (hmmmm…ein Himbeermacaron) hat es noch gereicht. Zum kroenenden Abchluss sind wir mit Sxxxx (kunstname einer Fluggesellschaft, den ich leider vergessen habe, weiss nur noch, dass er mit S begann) auf „Weltreise“ gegangen. Man sass in einer Flugzeug-Nachbildung und wurde in eine Simulation hereingefahren. An den Aussenwaenden der Kuppel, in der wir uns befanden, wurde Film, Musik und Gerueche so ueberzeugend gemischt, dass man den Eindruck hatte, ueber den Eiffelturm, Wuestenlandschaften, Blumenwiesen, die Antarktis, Taj Mahal oder Schloss Neuschwanstein zu fliegen. Klingt jetzt wahrscheinlich komnisch in der Beschreibung, war aber ein echte wundervolles Erlebnis.
Naechster (und leider auch letzter) Tag: Vormittags Magic Kingdom, nachmittags Hollywood Studios- Thema: Hollywoodfilme. Dort steckten wir mal eben in einer Attraktion fuer eine Stunde aufgrund „technischer Schwierigkeiten“ fest. Ich fands aufregend, alle anderen waren genervt. Bree hat die ganze Familie zu einem Frozen-Singalong geschleppt. Das ist ein Mix aus Theater, Film und Karaoke ueber den Film „die Eiskoeningin (Frozen)“, den ich davor leider nicht gesehen hatte. Unerwarteterweise hat mir diese Veranstaltung mega gut gefallen, auch wenn ich die Songs und den Film nicht kannte (was Bree und ich Sonntagabend nachgholt haben). Danach sind wir noch zweimal (!) den Rock’n Rollercoaster gefahren (eine Achterbahn mit Loopings, im Dunkeln, mit Rockmusik) und eine Art Freier-Fall-Ding (Name vergessen), bei dem man „in einem verrueckten Aufzug feststeckte“.

Samstag mussten wir leider die 10 Stunden lange Heimreise -zurueck ins kalte North Carolina- antreten.

Sonntag war Grandmommys Geburtstag. Weil wir in Disneyworld nicht wirklich ein Thankgiving-Essen hatten, haben wir eine Ueberraschungsparty fuer sie damit kombiniert. Es gab ganz klassisch Truthahn, eine klossartige Masse (Name vergessen-zu viel Eindruecke auf einmal in der letzten Woche) und Preiselbeeren dazu, die Mac’n’Cheese (Makkaroni mit Kaesesosse) meiner Gastmutter, Bohnen-Casserolle, Heferollen, Kartoffelbrei, Cookies und meine selbstgebacken Apfel-Karamell-Cupcakes. Lecker ! Im Anschluss an das Essen hat die ganze Familie das Panthersspiel angeschaut, die Jungs haben leider knapp verloren. Das waren aufregende Ferien!

Bis bald,
Lilly

The Best Day

Hey,
heute war so ein aufregender Tag, ich weiss gar nicht, wo ich anfangen soll.
Ich bin um fuenf aufgestande, was mich einiges an Ueberwindung gekostest hatte. Um sechs ging naemlich der „Charity sale“ des Kaufhauses JC Penny in Matthews (naechst groesserer Ort, danach kommt dann Charlotte) los. Das war ein Shoppingevent, bei dem man mindestens 25% oder mehr Rabatt auf alles bekommt. Zusaetzlich gehen alle Einnahmen an oertliche gemeinnuetzige Organisationen wie beispielsweise „Cindy’s Hope Chest“, die Brustkrebs-Organisation meiner Gasttante Cindy. Zuerueck zum Shopping: Ich war versucht, mir ein Paar schicke Boots zu kaufen, bin aber jetzt schon ziemlich sicher ueber dem 23kg-Limit fuer den Rueckflueg. Ausserdem habe ich ja (eigentlich) genug Schuhe ;). Ich habe aber ein huebesches Paar echter Silber-Ohrstecker fuer 7$ (Schnaeppchen!) sowie zwei Paar Schneeflockenohrringe fuer die Adventszeit, amerikanische Plaetzchenausstecher und -deko, Bea zwei Paar Stiefel, meine Familie ganz viel Haushaltskram etc. ergattern koenen. Alles keine Notwendigkeitskaeufe, ich weiss, aber das Shoppen mit meiner Familie und Beas (Alexa, meine aelteste „Cousine“, die ich sehr gerne mag, ist uebers Wochenende vom College heimgekommen) an sich hat einfach Spass gemacht. Es erinnerte mich ein bisschen an die Einkaufstouren durch Augsburg mit meiner Tante und meiner Oma: Brauche ich das-Nein! Kaufe ich es trotzdem?- Ja! 🙂
Noch waehrend wir im Kaufhaus sassen und auf Bree gewartet haben, wurde ich von meiner Gastmutter ueberrascht, die verkuendete, dass wir mittags eine Segwaytour in Charlotte uptown gebucht haben. Ich war sehr aufgeregt, weil ich schon immer mal in die Stadt reinwollte, es wegen den Demonstrationen Ende September bisher aber leider nicht so gut gepasst hat. Die Ueberraschung war also gelungen. Es war anfangs ein bisschen schwierig auf dem Segway die Balance zu halten, ich habe mich aber schnell daran gewoehnt. Das Fahren selbst machte unerwartet viel Spass (Boese Zungen behaupten ja, das sei Laufen fuer Faule). Los gings mitten im Kern der Innenstadt, dem Bankenviertel mit den Hochhaeusern („Mini-New York“), fuer das Charlotte so beruehmt ist. Komischerweise war genau heute eine Parade fuer den Veteransday durch die Strassen , dabei ist der doch erst naechsten Freitag ?! Egal,davon entfernte sich unsere Gruppe mit den sperrigen Gefaehrten schnell. Unser Guide „Rod“ war sehr nett, er erzaehlte auch ein bisschen ueber die Geschichte der Stadt.Charlotte wurde 1755 von einem Typen mit Nachnamen Polk gegruendet. Rod zeigte uns einen alten Baum, an dem bis anfangs des 19. Jahrhunderts noch Leute gehaengt worden sind und eine historische, renovierte Siedlung. Die Stadt wird laut ihm auch die „gruene Stadt“ genannt, weil sie so viele Baeume,Gruenflaechen und Parks hat. Diese strahlten heute passend zum kuehler werdeneden Wetter (ohne meine deutschen Wandersocken haette ich sehr gefroren) herbstlich gelb-orange. Ausserdem fuhren wir durch das Kuenstlerviertel(dort eine sehr coole riesige, aus Spiegeln hergestellte Skulptur) und am Baseball- und Footballstadium vorbei.
Leider war der Spass nach zwei Stunden vorbei, aber man soll ja dann aufhoeren, wenn es am schoensten ist.
Besser als mit einer Pekannusstarte zum Mittagessen haette mein Tag eigentlich gar nicht weitergehen koennen. Wir gingen also zu „Amelie’s“, einer „franzoesischen“-Baeckerei-Kette hier in den USA. Zum Glueck fuer mich mochte Bree dann auch noch die Haelfte ihres Mousse-au-Chocolat-Tortchen nicht mehr. Hmmmm, war das lecker!
Ziemlich geschafft ruhten wir uns dann nachmittags zu Hause aus, bis es weiter zu Freunden meiner Gastmuttter ging, die gerade erst zwei Zwillingsmaedchen bekommen haben.Suuuuuuuuuues! Der schwarz-weiss-gefleckte Hund der Familie hiess Oreo, was ich sehr lustig fand.
Abends luden mich Emilees Eltern zum Abendbrot in ein cooles Diner im „Szeneviertel“ Charlottes ein. Es war sehr schoen, ihre Familie mal richtig kennen zu lernen. Danach spazierten wir noch ein wenig durch das das vor allem von berufstaetigen, erfolgreichen, kinderlosen Hipstern bevoelkerte Viertel-Neben gruener, Finanz- und Kunststadt eine andere Seite von Charlotte.
Ich werde oft gefragt,was mir bis jetzt am besten gefallen hat, was sehr schwierg zu beantworten ist, weil das so viel ist. Heute war auf jeden Fall einer der sehr schoenen Tage.
Jetzt bin ich dementsprechend muede, aber diese Nacht schenkt mir die Zeitumstellung gluecklicherweise eine Stunde. Morgen vormittag geht’s in die Kirche und nachmittags verdiene ich mir in der Reinigungsfirma meines „Onkels“ ein bisschen Geld fuer Weihnachtsgeschenke dazu.
Bis bald,
Lilly

End of the season

Hey,
Heute ist ein wunderschoener Herbsttag.
Ich sitze mal wieder am Rande eines Fussballfeldes, aber nicht dort, wo Bree normalerweise ihre Spiele hat, sondern an einem in den Bergen. Grillen zirpen, ich hoere noch einige Voegel zwitschern, die Sonne scheint, es weht ein angenehmes Lueftchen und von der Erhoehung,auf der ich sitze, hat man einen tollen Blick auf den sich gelblich faerbenden Wald.
Ich bin jetzt seit zwei Monaten hier. Auch wenn ich meine Familie, vor allem mein Schwesterherz  und Flo vermisse, habe mich sehr gut eingelebt,einen neuen Alltag gefunden: Meine ‚baking tuesdays‘ (bree und carson haben fussballtraining, also backe ich bei meiner Tante mit Bea und Madison, Brees cousine), Footballspiele donnerstags und freitags, Brees und Carsons Fussballspiele am Wochenende. Meine deutschen hausaufgaben mache ich jetzt waehrend des Unterrichts (wenn ich mit den „Assignments“ frueher fertig bin) und habe jeden Nachmittag Hockeytraining.

Naechste Woche wird die letzte in der Saison sein. Ich bin sehr traurig darueber, denn der Sport und vor allem das Team sind mir echt ans Herz gewachsen. Naechstes Wochenende haben wir noch ein Tunier und eine Abschlussfeier.

Aber direkt im Anschluss daran sind naechste Woche Montag und Dienstag die Cheer-Tryouts. Ich war ja letzte Woche etwas unentschieden bezueglich Cheer oder Track…Der Plan ist jetzt, dass ich, wenn ich es (hoffentlich) ins Team geschafft habe-nach beidseitiger Absprache mit den Coaches- parallel Track mache. Je nachdem in welches Cheer-Team ich es schaffe (das Juniorenteam hat frueher Training als das Varsity-Tram), kann ich dann eventuell einmal die Woche nicht zum Track-Training gehen. Wie ich das jetzt so aufschreibe, faellt mir auf, dass sich das zwar ziemlich durchoptimiert anhoert, es sich aber, wenn es klappt, wahrscheinlich manchmal Ueberschneidungen ergeben werden. Zusaetzlich zum Training haette ich ja auch noch Spiele oder Wettkaempfe. Zudem beeinhaltet der Masterplan eine Menge „wenns“, ich sollte mir also keine zu grossen Hoffnungen machen, aber man soll ja nie aufhoeren zu traeumen. Ich gehe jetzt erstmal zu den Cheer-Tryouts und wenn ich es nicht schaffe, hat sich das Problem sowieso geloest.
Abgesehen von dem Fussbalspiel heute hatte ich ein sehr entspanntes Wochenende.Gestern war ein typischer „Bummeln-und-Erledigen-Tag“, wie mein Vater ihn nennen wuerde. Ich habe sehr viel an (deutschen) Hausaufgaben geschafft, nebenbei aber auch genug Zeit zum Geige spielen, Laufen gehen und Lesen gefunden.

Fuer Geschichte muss ich einen 5-seitigen Aufsatz ueber meine Familiengeschichte schreiben. Alternativthema war „Was ist deiner Meinung nach das wichtigste Ereignis/die wichtigste Person in der amerikanischen Geschichte?“ – da nehme ich dann doch lieber die Familiengeschichte. Vor allem weil sich meine gerade erst 94 gewordene Tante und ihr Leben vor dem historischen Hintergrund der Weimarer Republik, dem dritten Reich, dem 2.Weltkrieg, der Nachkriegszeit, dem Mauerbau und dem geteilten Deutschland nun wirklich anbieten. Sie selbst hat zwei lange Aufsaetze darueber verfasst und im Geschichtsunterricht haben wir oben genannte Themen bereits behandelt, das ist mir eine sehr grosse Hilfe. Zusaetzlich moechte ich auch ihre Anhnenforschung erwaehnen. Es macht mir unerwartet viel Spass, durch all die alten Dokumente zu stoebern und so mehr ueber meine Urururgrosseltern und weitere interessante Persoenlichkeiten zu erfahren. Einer hatte 17 Kinder, ein anderer beherbergte Goethe fuer eine Nacht und wieder ein anderer war ein echter Pechvogel: Seine erste Frau starb kurz nach der Geburt des ersten Kindes, die Schwiegereltern wenig spaeter, seine zweite Frau wurde nervenkrank, die Franzosen pluenderten 1806 auf seinem Hof, bei einem Unwetter brannte ein Wirtschaftsgebaeaude ab, er starb arm und verbittert. Es sind also sehr interessante Schicksale dabei. Ich bin dankbar, dass meine Tante dass alles zusammengeschrieben hat. Zurueck zu meinem Meisterwerk: Die Gliederung und eineinhalb Seiten sind schon geschafft, aber ich habe ja auch noch drei Wochen Zeit.

So, jetzt sind wir nach zweistuendiger Heimfahrt angekommen (ich habe den Text oben auf meinem Handy am Fussballfeld getippt). Mein Gastvater steht in der Kueche und backt Triple Chocolate Chip Cookies fuer mich – er hatte eine Wette verloren: Haeagen Dasz ist KEINE daenische Firma, sonder eine amerikanische ; ). Ich mache mich dann mal an meinen Aufsatz.
Bis bald,
Lilly

Meine Woche (spezifischer geht der Titel nicht)

Hey,

Weil meine Gasteltern und meine Tante in Las Vegas (mein Gastvater hat da einen Geschaeftstermin und sie gehen auf ein Celine Dion Konzert) sind, wohne ich dieses Wochenende bei meinem Onkel, Bea und meinen Cousinen. Der arme Carson (mein Gastbruder)- von Maedchen umzingelt ;).

Gestern war wie jeden Freitag das Varsity Footballspiel (JV, das Juniorenteam spielt donnerstags) und als Watergirl war ich natuerlich dabei. Leider haben die Pirates verloren, haetten die drei Touchdowns jedoch gezaehlt, dann haetten wir gewonnen. Na gut, so ist es halt.

Aufregend war es aber auf jeden Fall, vor allem weil dieses Spiel das Homecoming-Spiel der Gegner war. Es gab also ein grosses (noch groesser als sonst) Trallala mit einer Show in der Halbzeitpause.

So ganz verstehe ich den Hintergrund vor Homecoming noch nicht. Als ich Bree (meine Gastschwester) gestern gefragt habe, ob das einfach eine Party um der Party (und Football natuerlich) willen ist, hat sie gesagt, das treffe es ganz gut. Unser Homecoming ist uebernaechstes Wochenende.Ein Kleid habe ich auch schon, Bree hat mir das gegeben, das sie mal zur Bar Mitzvah einer Freundin anhatte. Es ist aus schwarzem Stretch-Stoff und assymetrisch geschnitten. Jetzt muss ich nur noch Schuhe dafuer finden. Ich gehe heute noch mit einem Maedchen aus dem Hockeyteam (Emily) shoppen, vielleicht finde ich da ja was.

[Schreibunterbrechung (gibt es das Wort ueberhaupt?)]

Bin zurueck und habe sehr suesse, schlichte schwarze Ballerinas gefunden 😉

Abgesehen vom Kleid habe ich keine Ahnung wie Homecoming (der Dance, nicht das Spiel, da bin ich ja watergirl) ablaufen wird. Es wird auf jeden Fall eine american experience fuer mich.

Was sonst noch so passiert ist: Habe ich nicht im letzten Beitrag erwaehnt, dass ich hoffe, noch ein Hockeyspiel zu gewinnen? Na ja, wir haben letztes Woche 4:0 und 5:0 verloren. Kein Kommentar mehr. (Aber der Wille zum Sieg war da!)

Bea hat morgen Geburtstag, ich habe mit Emily eine deutsche Kaese-Sahne-Torte (so deutsch wie es ohne Quark und Vanillezucker eben geht) gebacken und ihr deutsche Suessigkeiten wie Haribo, Milka und Kinderschokolade gekauft. Hoffentlich freut sie sich darueber.

Ansonsten habe ich heute morgen mal wieder mit meiner Familie geskypt. Es war schoen, sie mal wieder zu sehen und zu hoeren. Mit dem Zeitunterschied ist das ja nicht so einfach. Wenn ich unter der Woche um halb sechs von Schule und Hockey heimkomme, ist es halb zwoelf in Deutschland und (fast-mein Vater ist ein Nachtmensch) ganz Deutschland schlaeft schon. Deswegen bleiben eigentlich nur die Wochenendvormittage zum skypen. Wenn ich nicht bei einem Fussballspiel bin. Wenn ich nicht shoppen bin. Wenn ich eben mal zuhause bin :).

So, mehr interessantes gibt es von meiner Woche wirklich nicht zu berichten und laenger kann ich mich jetzt auch nicht mehr vor dem ins Bett gehen druecken (prokrastinieren in Klugscheissersprache).

Bis bald,

Lilly

Welcome to New York !

Hey,

mein erster Beitrag aus den USA,in dem ich ueber meine Zeit in NYC und bei der Gastfamilie berichten werde.

Zuerst gings mit dem Flieger nach Duesseldorf. Dort habe dann ich die anderen aus der New York-Ayusa-Gruppe getroffen. Nach einem achteinhalbstuendigen Flug und einer kurzen Busfahrt sind wir endlich in unserem Hotel in Newark, neben dem Flughafen angekommen. Essen, Duschen, Bett- wir waren so muede von der Reise.

Gut ausgeschlafen und voller Erwartungen fuhren wir mit unserem Bus nach Manhattan. Erste Station: Central Park. Dort sind wir ein bisschen spazieren gegangen und haben uns das John Lennon Memorial angeschaut. Danach gabs eine kleine Bustour durch Manhattan und Mittagessen. Gut gestaerkt entdeckten wir China Town und spazierten ueber die Brooklyn Bridge. Es war so heiss! Jeder war froh, wieder im Bus zu sitzen. Nach dem Abendessen im Hard Rock Café ( ich versteh den Hype nicht-obwohl:es gibt dort freies Wlan, eine Toilette und Musik 🙂  ) haben wir einen wunderschoenen Blick ueber Manhattan auf dem Rockefeller Center genossen. Awesome!

Naechster und leider auch schon letzter Tag: 9/11 Memorial und World Trade Center-leider hatten wir nur wenig Zeit, da wir rechtzeitig zur Bootsfahrt am Hafen sein mussten. Das hat sich dafuer aber wirklich gelohnt, wir haben die Freiheitsstatue und die Skyline von Manhattan vom Boot aus gesehen. Mittag haben wir im Hafen gegessen und sind anschliessend mit dem Bus nach Coney Island gefahren. Das ist ein Vergnuegungspark am Strand von Brooklyn. Ich bin zwei Achterbahnen gefahren (es war sehr teuer) und anschliessend ein bisschen am Strand entlang spaziert.Coney Island war so cool, ich wuerde fast sagen, es hat mir dort am besten gefallen.

Nach dem Abendessen (die Amis haben zusaetzlich zur italienischen Pizza noch so eine komische Sorte, die mehr wie Kuchen ist- nicht so mein Fall) hatten wir noch knapp drei Stunden zum Shoppen am Times Sqare. Ich habe nichts ausser einem Cookie und einem Brownie gekauft, wir sind mehr dort entlang gelaufen und haben uns die ganzen bunten Anzeigetafeln, die Strassenkuenstler und die Leute angeguckt, auch nicht schlecht.

Leider kam am naechsten Morgen der Wake-up Call um vier und wir mussten zum Flughafen fahren. Nach ein bissschen Chaos am Flughafen konnte ich wenigstens ein bisschen im Flugzeug schlafen, obwohl ich sehr aufgeregt war, meine Gastfamilie zu treffen. Sie haben mich und Bea, meine deutsche Gastcousine, die auch in NY mit war, total suess empfangen. Bree hat sogar ein Schild gebastelt: „Willkommen (sie hat gegoogelt) in North Carolina, Lilly“.

Danach haben wir Fruehstueck/Mittagessen  gegessen und meine Betreuerin von Ayusa getroffen.

Sonst ist in den letzten drei Tagen so viel passiert: Neue Leute ( Brees Cousinen-Bea ist deren Gastschueler, Brees Grandma, ihre Freunde) kennen lernen, Alexas( eine der Cousinen) Birthdayparty, einkaufen, hockey Tryouts ( cooler Sport, I love it, super zum Dampf ablassen) und vor allem : Essen. Am liebsten mag ich die Cookies( White Cocolate and Macadamia), sonst essen die Amis, ganz dem Klischee entsprechend, sehr viel Fast Food und kochen sehr wenig. Aber ich habe mit Bree ausgemacht, dass wir einmal die Woche zusammen kochen warden.

Auch wenn ich grad im Moment ausser dem Blog nichts zu tun habe, habe ich keine Lust mehr. Vielleicht backe ich noch Cookies oder Muffins mit Bree.

Bis bald,

Lilly