Kurzurlaub mit zwei meiner Lieblingsmenschen

Hey,
Das Wochenende mit Bea und grandmommy in Wilmington war ein wirklich schoener Ausflug.
Wir sind Samstagmorgen losgefahren, um mittags bei gmas Bruder, dessen Frau und deren Tochter Nicki anzukommen.Sie haben uns sehr herzlich empfangen und wir sind gemeinsam japanisch essen gegangen. Ich war erst sehr skeptisch eingestellt, aber letzendlich war es sehr lecker.
Spaeter sind wir erstmal zu target (50$ gutschein noch von Weihnachten), um einen Bikini zu kaufen. Ja, richtig gelesen, Bikini! Auf der Hinfahrt fragte Bea mich naemlich ploetzlich „haste eigentlich badezeug mit?“ Worauf ich sie nur perplex anschaute, auf die temperaturen von um die 15 grad verwies und verneinte. Danach war es aber beschlossene Sache: wir wuerden ins Meer gehen, egal, wie kalt es war. Und es war SEEEE….EEEE…EEE..HR kalt! Am Strand selbst ging es mit der Spaet-Nachmittags-Sonne eigentlich, nur im Wasser wurde es dann eisig. Wir-Bea, Nicki und ich-sind nur huefthoch rein gegangen. Ich habe versucht, ein bisschen mit den Wellen zu „plantschen/huepfen/spielen“ (welches Wort verwendet man da jetzt, um nicht nach Kleinkind zu klingen 😉 ), es war aber soooooooo kalt. Nach ungefaehr einer Minute schlug Bea dann vor, aus dem Wasser rauszugehen (nicht dass das ein Wettbewerb gewesen waere-obwohl- im Auto wollten wir noch um eine Kugel Eis wetten, sind dann aber irgendwie vom Thema abgekommen-Mist, ich haette gewonnen 😛 ) und wir rannten zu den trockenen Handtuechern. Nach einem kleinen Strandspaziergang ging es „nach Hause“ (zu Nickis Familie), wo ihr Vater schon eine Art Lasagne gekocht hatte. Zum Nachtisch gab es einen koestlichen Zitronenkuchen. „To die for“, zum Sterben lecker!
Nachdem ich drei Spiele hintereinander bei Mario Kart Letzte wurde, erloesten mich Bea und Nicki von meinem Elend (danke!) Und wir tanzten mit just dance ab, was sehr viel Spass gemacht hat.
Heute morgen haben wir erstmal bei ihop (international house of pancakes) gefruehstueckt und sind dann an einer Halbinsel entlang gefahren und zwischendurch zweimal ausgestiegen, um kurz einen „anderen“ Strand zu sehen. Vor allem der zweite war cool, da waren so Steine als Wellenbrecher, auf denen man toll herumkletterm konnte.
Vom Ende der Halbinsel aus nahmen wir die Faehre zum „Festland“, um in Southport-einem netten, kleinen Fischerstaedtchen-ein bisschen shoppen zu gehen.
Schwupp Diwupp war der Tag auch schon wieder fast rum, sodass wir uns von Nicki (mit der wir uns erstaunlich schnell sehr gut verstanden haben), Bella (dem suessen Hund der Familie, den ich oben vergessen habe zu erwaehnen) und Gmas Bruder verabschieden Mussten.
Die ganze Rueckfahrt ueber habe ich mit Bea und Grandmommy ueber Gott und die Welt geredet, was mir klargemacht hat, wie sehr ich die beiden vermissen werde. Es ist ein bisschen so, wie wenn man kurz davor ist, ein richtig gutes Buch zu Ende zu lesen: Ich weiss, dass es bald vorbei ist, will es aber noch so lange wie moeglich geniessen und werde mich noch oft daran erinnern.
Bis bald,
Lilly

Sylvester auf amerikanisch

Hey,
heute nur ein kurzer Beitrag ueber mein Sylvesterfeiern hier in den USA. Um sechs habe ich meine deutsche Familie angerufen, um ihnen ein frohes Neues zu wuenschen-das war komisch, weil bei uns um die Uhrzeit noch gar nichts los war. Spaeter hatten wir dann hier ein Festessen (mit selbstgemachten Kaesepommes-lecker, aber die Kueche stinkt immer noch nach dem Frittierfett, urgh) mit den Nachbarn, grandmommy, Brees boyfriend und der Familie meiner Tante-deren Kinder sich dann langsam fuer andere Partys verabschiedeten. Wir (die Uebriggebliebenen) wollten zunaechst einen Film anschauen, weil aber das Netflix gesponnen hat, haben wir die Neujahres-Show in New York und New Orleans im Fernsehen angeguckt. Ich weiss nicht mehr genau, wer genau-Bree oder mein Gastvater-die Idee hatte, aber irgendwie haben sie dann eine Art Tombola mit den ganzen Suessigkeiten und Krims-Krams von Weihnachten veranstaltet. Ich habe (noch mehr)Schokolade (wenn ich das bis zu meiner Abreise nicht alles aufgegessen habe-was sehr wahrscheinlich ist- und noch genug Platz im Koffer habe-eher unwahrscheinlich-, finden sich in Deutschland bestimmt Abnehmer 😉 ) und einen „Happy-New-Year-Plastikloeffel“ bekommen. Den Loeffel darf ich nicht wegschmeissen, meinte Bree (die ploetzlich ganz verschwenderisch 😛 mit jeder anwesenden Person ein Polaroid-Foto machen wollte, aber ich schweife ab), der bringt Glueck…okaaaaaaay :D.
Spaeter war es dann endlich soweit: Passend zum Countdown bewegte sich die Kugel in New York abwaerts, bis sie um Punkt 12:00 den Boden beruehrte. Alle waren megaufgeregt, haben in kleine Papierpfeifen geblasen, sind aufgsprungen und haben sich umarmt. Welcome, 2017!
Habe ich erwaehnt, dass es letzte Woche so warm war? Na ja, jetzt hat es 5 Grad und Nieselregen…mal gucken, ob ich mich zum Laufen aufraffen werde. Am Nachmittag wollen wir als Familie ‚Sing‘ (Animationsfilm) im Kino angucken, morgen ist der letzte Ferientag… gemein,dass man in Bayern bis zum 6. frei hat..
Bis bald
Lilly

Meine Ferien und Frohes Neujahr!

Hey,
heute gibt es-verglichen mit dem letzten-dem Weihnachtsbeitrag-nichts all zu Aufregendes zu berichten, ausser, wie ich den Rest meiner Ferien verbringe.
Bree geht es langsam besser, sie nimmt immer noch fleissig Schmerzmittel und hat das Haus vorgestern zum ersten Mal verlassen, um mich vom Basketballspiel abzuholen. Meine Gasteltern arbeiten beide, meine Gastmutter in der Firma, mein Gastvater zu Hause, um fuer Bree da zu sein, die ausser ‚Criminal Minds‘ gucken leider nicht wirklich viel machen kann.
Weil ich nicht den ganzen Tag fernsehen oder YouTube-Videos gucken kann, ohne vor Langeweile zu sterben, versuche ich, mich so gut wie es geht selbst zu beschaaeftigen. Ich bin diese Ferien schon mehr als 20 Meilen gelaufen, lese sehr viel, habe oft Geige geuebt. Manchmal hatten wir auch Freunde der Familie zum Abendessen da, das war ganz nett.
Dienstag war ich mit Emilee Eislaufen. Weil wir beide eher mittelmaessig begabt sind 😛 , sind wir so langsam gefahren, dass wir nicht Gefahr liefen, hinzufallen und auch gut dabei quatschen konnten. Danach waren wir mit ihrer Mutter bei Ben&Jerry’s. Fuer alle, die’s interessiert: Ich hatte eine Kugel The Tonight Dough (Mischung aus Brownieteig mit Erdnussbutter) und Cookie Dough mit Sahne obendrauf…hmm… die Kugeln sind hier-verglichen mit deutschen Massstaeben-riesig :P. Eigentlich wollte mir ihre Mutter nur den Macaron-Stand in der Mall zeigen (Ergebnis:ein Schokoladenmacaron,ein Vanillemacaron und ein Erdbeer-Milkshake-Macaron; fuer 8$ ganz schoen teuer, es lohnte sich dennoch!) aber wie das mit drei weiblichen Personen in einer Shoppingmall so ist, konnten wir der Versuchung nicht widerstehen. Ich habe bei Lush (ein Naturkosmetikshop mit Seifen, Gesichtsmasken und mehr) eine Badekugel fuer Bree gekauft (und ganz vergessen, dass sie nach ihrer OP fuer einige Monate nicht baden darf). Bei the body shop gab es nach Weihnachten einen grossen Sale, 5$ fuer eine grosse Bodybutter, da musste ich doch zuschnappen :). Zum Glueck gab es zu Weihnachten den einen oder anderen Geschenkgutschein, sodass mein Geldbeutel nicht zu sehr leiden musste.
Mittwoch wollte ich eigentlich mit Alexa (aelteste Cousine) in die Cheesecake Factory gehen (Gutschein zu Weihnachchten), ihre beste Freundin hatte aber am Dienstag ihren 21. gefeiert, sodass sie noch nicht wieder fit und in Kaesekuchen-Stimmung war. Wir haben das jetzt auf naechsten Dienstag verschoben, Mittwoch wurde also ein Gammel-Tag.
Am Donnerstag hatte ich eine Art verpaetete Weihnachtsfeier mit meinem Cheerleading-Team bei Panera-Bread (Art Baeckerei-Resateurant-gute Cookies-, fuer das ich auch einen Gutschein bekommen habe). Wir haben auch gewichtelt, aber auf eine (fast) noch originellere Art und Weise als White Elephant (Stichwort Hockey-Party, Geschenke stehlen) : Jemand hat einen (vorgefertigten) Text vorgelesen, in dem die Woerter right (rechts), left (links) und across (gegenueber) ueberdurchschnittlich haeufig vorkamen und wir mussten die Geschenke dann in die jeweilige Richtung reichen. War sehr lustig, ich habe letzendlich Socken und (noch mehr…uff..) Suessigkeiten bekommen. Danach hatten wir-ungewoehnlicherweise in den Ferien- ein Basketballspiel, das sowohl Jungs als auch Maedchen (endlich mal wieder) gewonnen haben.
Gestern (Freitag) war ich mit Bea in der Buecherei von Indian Trail. Eigentlich wollten wir ja die ganze Zeit lesen (ich zumindest ;)), haben uns dann aber irgendwie immer wieder verquatscht… Auf jeden Fall fand ich es schoen, mal in eine amerikanische Bibliothek reinzugucken.
Heute ist der Geburtstag meiner Gastmutter, weswegen es von meinem Gastvater hausgemachte Red Velvet-Pancakes zum Fruehstueck gab, Lecker! Ich werde fuer sie spaeter noch Buckeyes machen-Das sind so Art Pralinen aus Erdnussbutter, Butter und Puderzucker, umhuellt von Schokolade. Als ich mit Grandmommy Weihnachtsplaetzchen gebacken habe, kamen die Buckeyes fast am besten in der Familie an, vor allem meiner Gastmutter haben sie gut geschmeckt, weswegen ich ihr heute eine Freude damit machen moechte.
Gleichzeitig ist heute ja auch Sylvester, was hier aber nicht so gross wie in Deutschland gefeiert wird. Boeller (ver)kaufen ist in North Carolina per Gesetz verboten, nicht mal Wunderkerzen konnte man im Supermarkt kriegen. Wir werden wahrscheinlich einfach eine Familienfeier mit Beas Gastfamilie (meine Tante ist die Schwester meiner Gastmutter) haben.
Es ist ein komischer Gedanke, dass 2017 in Deutschland 6 Stunden frueher beginnen wird…
Ich wuensche jedem, der das liest,

1 erfolgreiches neues Jahr, 12 gesunde Monate, 52 schöne Wochen, 365 tolle Tage, 8760 angenehme Stunden und 525.600 glückliche Minuten.

Viel Spass beim Feiern!

Bis bald,
Lilly

I wanna wish you a Merry Christmas, from the bottom of my heart

Hey,
heute (offensichtlich) mal etwas zu meinem Weinachten hier in den USA ;).
Wir haben die Feiertage zuhause verbracht, weil Bree leider noch nicht Auto fahren kann, denn sie kann nicht laenger als 10 Minuten sitzen.
Samstags haben wir mit der Familie meiner Gastmutter (meine drei Cousinen, Bea, meine Tante und mein Onkel und Grandmommy)gefeiert, am Sonntag mit der meines Gastvaters.

Am „Christmas Eve“ gab es zunaechst ein grosses Festessen mit „den ueblichen Verdaechtigen“ Makkaroni mit Kaesesosse, Huehnchen, Salat mit Ranchdressing, Kartoffelbrei und mehr. Danach kam dann die erste Bescherung Auch wenn der 24. in den USA „eigentlich“ noch nicht der Weihnachtstag ist, gab es da schon Geschenke. Bea und ich wurden zu „Weihnachtselfen“ ernannt und sollten die Geschenke der Reihe nach verteilen, was die ersten Runden beeindruckenderweise noch relativ gut geklappt hat, spaeter aber in einer exzessiven Geschenkorgie endete. Grandmommy musste extra nochmal zu sich nach Hause fahren, um ihre „Stockings“ zu holen: die typischen amerikansichen, riesen-grossen Socken, gefuellt mit „Kleiningkeiten“ wie Haargummis, Socken (das ist hier voll das grosse Ding-Socken zu Weihnachten)Make-up und Suessigkeiten. Irgendwie 😉 hat meine amerikanische Familie von meiner Macaron-Sucht mitbekommen, denn ich bekam welche von der Familie meiner Tante und von grandmommy geschenkt…hm….

Gestern morgen wurde ich um 7 von Bree zur eigentlichen Bescherung geweckt (hm…Schlafmangel koennte der Grund sein, warum ich heute bis halb 12 geschlafen habe…), die ja klassisch am Morgen des 25. ist. Von „Santa“ (meine Gasteltern) habe ich zwei warme Pullover, eine Kuscheldecke fuer den Rueckflug, zwei Kuechenhandtuecher mit Macarons bedruckt (Lieblingsgeschenk?!), Unmengen an Suessigkeiten(ich sage nur: Oreo-Schokolade) und vieles mehr bekommen. Bree wurde mit Schuhen und einer Polaroid-kamera beglueckt. Carson (mein Gastbruder) hat ein Modellauto bekommen, das natuerlich sofort im Garten ausprobiert werden musste, ich habe mich auch einmal versucht. Das ist schwerer, als es ausschaut. Das ist mir bei meiner Jogging-Runde am Nachmittag generell aufgefallen, dass viel mehr Kinder draussen waren und mit ihren neuen Spielsachen gespielt haben.

Abends kam dann die andere Seite der Familie, die ich jetzt nicht so gut kannte. „Papa Bill“ (der Vater meines Gastvaters) hatte ich schon oefters gesehen, dessen Lebenspartnerin ,den Bruder meines Gastvaters und dessen drei Toechter und Frau jedoch nur einmal kurz oder gar nicht. War aber nicht schlimm, ich bin schnell mit meiner anderen , sehr netten Tante in ein lustiges Gespraech ueber deutsches Essen gekommen (Ihr Vater war mit der Army in Erlangen stationiert, sodass sie dort fuer einige Jahre auf eine „High School“ ging). Nach einem erneuten Festessen mit Resten von vorgestern und neuem, hausgemachten Kartoffelbrei (Mama,wenn du das liest:Ich habe eine Blase am Daumen vom Kartoffleschaelen, *Mitleid heisch* :P) und von den Nachbarn vorbeigebrachter Schokolasagne … Nach einer kleinen (dritten) Bescherung sassen die Familien noch im Wohnzimmer und haben gequatscht. Es gab sich so viel zu erzaehlen!

Nach so viel Familie und Bescherung muss man sich natuerlich erstmal erholen, was wir heute machen. Gerade haben wir als Familie irgendeinen Animations-Film ueber zwei Hunde angeschaut, bald gibts ein verpaetetes Mittagessen (wenn Brunch der Mix aus Fruehstueck-Breakfast und Mittagessen-Lunch ist, wie heisst das dann ?Linner? ).

Bis bald,
Lilly

Ein etwas anderes Thanksgiving

Hey,
wie schon im letzten Beitrag gespoilert, habe ich Thanksgiving mit meiner amerikanischen Grossfamilie (Bree, meiner Gastmutter, Gastvater, meinem Gastvater, meiner Tante, meinem Onkel, Bea, meinen 3 Cousinen, Grandmommy, meiner anderen Tante und einer Freundin von ihr-14 Leute insgesamt) in Disneyworld in Florida gefeiert. Wir sind dienstags nach der Schule losgefahren, nachts um drei im Hotel angekommen um zehn wieder losgefahren, um nachmittags in Orlando anzukommen.

Disneyworld hat vier Themenparks: Magic Kingdom, Animal Kingdom, Epcot und Hollywood Studios. Am ersten Tag (von dem ja nicht mehr so viel uebrig war) sind wir ins Magic Kingdom gegangen, dem aeltesten Park, in dem es um die Charaktere aus den Disneyfilmen geht: Mickey Maus-klar, Cinderella, Winnie Pooh, Schneewittchen, und und und. Alle Attraktionen kann man (meiner Meinung nach) grob in drei Kategorien gliedern: Themenfahrten, wo man in einem Boot/Wagen sitzt und durch eine Kunstwelt aus dem jeweiligen Film faehrt, Achterbahnen und Shows (mit Film -teilweise 3D, Musik, Schauspielern… ). Ach, und natuerlich Fressbuden. Passend zum Thanksgiving am naechsten Tag gab es ein grosses Feuerwerk am Abend.
Nach dem ersten Tag waren wir alle megamuede und sind sofort ins Bett gefallen.

Tag zwei begann im Animal Kingdom mit einer Achterbahn „durch den Mount Everest“. Wir sind extra frueh aufgestanden, damit die Wartezeit nicht zu lang wird und sind sogar zweimal gefahren. Das Anstehen ist generell so eine Sache. Zur falschen Zeit kann man schon mal 2 Stunden fuer eine Attraktion anstehen. Aber man kann ja optimieren: frueh aufstehen oder auf die Disneywrold-App gucken, die Wartezeiten abschaetzt. Ausserdem gibt es noch sogenannte Fastpasses. Das ist sozusagen organisiertes, legales Vodraengeln. Jeder bekommt 3 pro Tag, mit denen man die lange Schlange ueberspringen kann und sich in dei Fastpass-Schlange einreiht. Bloed bloss, dass jeder das bei den besonders beliebten Attraktionen macht und man dann schon mal eine halbe Stunde mit Fastpass wartet.
Wir sind im Animal Kingdom noch viele Attraktionen unter -anderem eine Wasserrutsche- gefahren und waren auf einer „Safari“. Dabei sind wir in einem grossen Truck durch den im Park integrierten Zoo gefahren und sind den Giraffen, Zebras, Elefanten, Affen und mehr sehr nahe gekommen. Natuerlich waren die Loewen durch einen Wassergraben von uns getrennt.
Nachmittags sind wir in den Epcot-Park, der Sektoren mit Miniatur-Nachbildungen der Laender der Welt enthaelt, was ich sehr suess fand. Wir hatten leider nicht so viel Zeit, weil wir einen Fastpass fuer die Eiskoenigin-Attraktion („Frozen“) in Norwegen gebucht (!)hatten. Aber fuer einen Abstecher nach Deutschland (Okotberfest-Klischees, haha) und Frankreich (hmmmm…ein Himbeermacaron) hat es noch gereicht. Zum kroenenden Abchluss sind wir mit Sxxxx (kunstname einer Fluggesellschaft, den ich leider vergessen habe, weiss nur noch, dass er mit S begann) auf „Weltreise“ gegangen. Man sass in einer Flugzeug-Nachbildung und wurde in eine Simulation hereingefahren. An den Aussenwaenden der Kuppel, in der wir uns befanden, wurde Film, Musik und Gerueche so ueberzeugend gemischt, dass man den Eindruck hatte, ueber den Eiffelturm, Wuestenlandschaften, Blumenwiesen, die Antarktis, Taj Mahal oder Schloss Neuschwanstein zu fliegen. Klingt jetzt wahrscheinlich komnisch in der Beschreibung, war aber ein echte wundervolles Erlebnis.
Naechster (und leider auch letzter) Tag: Vormittags Magic Kingdom, nachmittags Hollywood Studios- Thema: Hollywoodfilme. Dort steckten wir mal eben in einer Attraktion fuer eine Stunde aufgrund „technischer Schwierigkeiten“ fest. Ich fands aufregend, alle anderen waren genervt. Bree hat die ganze Familie zu einem Frozen-Singalong geschleppt. Das ist ein Mix aus Theater, Film und Karaoke ueber den Film „die Eiskoeningin (Frozen)“, den ich davor leider nicht gesehen hatte. Unerwarteterweise hat mir diese Veranstaltung mega gut gefallen, auch wenn ich die Songs und den Film nicht kannte (was Bree und ich Sonntagabend nachgholt haben). Danach sind wir noch zweimal (!) den Rock’n Rollercoaster gefahren (eine Achterbahn mit Loopings, im Dunkeln, mit Rockmusik) und eine Art Freier-Fall-Ding (Name vergessen), bei dem man „in einem verrueckten Aufzug feststeckte“.

Samstag mussten wir leider die 10 Stunden lange Heimreise -zurueck ins kalte North Carolina- antreten.

Sonntag war Grandmommys Geburtstag. Weil wir in Disneyworld nicht wirklich ein Thankgiving-Essen hatten, haben wir eine Ueberraschungsparty fuer sie damit kombiniert. Es gab ganz klassisch Truthahn, eine klossartige Masse (Name vergessen-zu viel Eindruecke auf einmal in der letzten Woche) und Preiselbeeren dazu, die Mac’n’Cheese (Makkaroni mit Kaesesosse) meiner Gastmutter, Bohnen-Casserolle, Heferollen, Kartoffelbrei, Cookies und meine selbstgebacken Apfel-Karamell-Cupcakes. Lecker ! Im Anschluss an das Essen hat die ganze Familie das Panthersspiel angeschaut, die Jungs haben leider knapp verloren. Das waren aufregende Ferien!

Bis bald,
Lilly

Update

Hey,

seit meinem letzten Eintrag ist wieder (fuer Ferienverhaeltnisse) viel passiert. Ich werde das Ganze hier mal mehr oder weniger chronologisch auflisten:

  •  jeden Morgen von acht (eigentlich habe ich doch Ferien, jammer, jammer) bis zehn Hockeytraining- Fazit: mit dem Schlaeger den Ball zu treffen ist schwieriger, als es ausschaut
  • ab und dann mal, wenn mir langweilig ist oder ich motiviert bin,uebe ich Geige (wir haben hier eine ausgeliehen). Bloed bloss, dass das Paeckchen  mit den Noten aus Deutschland noch nicht angekommen ist, ich google jetzt immer Allegro oder Concerto oder so und spiele dann das.
  • letzten Dienstag Fussball-Torwart-Training fuer Brees Freizeit-Tunier am WE bei dem ich als „goalie“ ausgeholfen habe- ja, das Fussballtor ist deutlich groesser als das Handballtor
  • am Mittwoch habe ich mich mit Bea fuer unsere Classes (der High School wird irgendwann noch ein Eintrag gewidmet) eingeschrieben: Ich werde wahrscheinlich American History(Pflichtfach), Chemie, Sportmedizin und Culinary(=Kochen/Backen) oder Informatik (um Java zu lernen- muesste ich am bayerischen Gymnasium auch) oder Sports and Entertainment Management belegen. Mal gucken, wie mein tatsaechlicher Stundenplan dann ausschaut, er sollte bald per Post kommen
  • am Wochenende dann das Fussballtunier: drei Spiele insgesamt , ich habe je eine Halbzeit gespielt. „The first game really sucked“ , wie die Amis sagen wuerden- das erste Spiel war ein Desaster, das zweite und dritte waren dann besser und spassiger.
  • Am Sonntagabend gab meine Gastfamilie eine Fussballparty. Brees neu zusammengewuerfeltes Team und deren Eltern sollten sich besser kennenlernen. Das mag in der Theorie gut klingen, hat in der Praxis jetzt nur bedingt funktioniert. . Die Eltern haben in der Kueche Small Talk gemacht, waehrend das Team im Garten SnapChat und Instagram-Namen ausgetauscht hat. Immerhin ein Anfang. Und das Essen war echt gut: Hot Dogs, Hamburger, Mac’n’Cheese( Maccaroni mit Kaese-mmmmmmm), Chips, Cookies, Brownies, der hausgemachte Bananenpudding meiner Gastmutter, und und und.
  • Gesternmorgen sollten wir eigentlich ein Hockey-Skrimmitch (Freundschaftsspiel)  haben, es kamen aber nur drei Spielerinnen vom gegnerischen Team. Egal, wir haben dann halt sieben gegen sieben gespielt.
  • Danach haben wir mit Brees Cousinen und Bea den Freizeitpark Carowinds besucht. Die Amis haben echt coole Achterbahnen (sie haetten dir gefallen, Lisa). Integriert in den Park war ein Wasserpark. Eine Rutsche, die erwaehnenswert ist: Man steht/liegt (Neigungswinkel ca. 80 Grad) in der Rutsche und ploetzlich oeffnet sich die Klappe, auf der man steht und man „faellt“ ins Bodenlose. Hoert sich cool an, das Wellenbad war mir dann doch lieber, da spritzt das Wasser nicht so in die Nase.
By the way: Echt liebgewonnen habe ich die Haengematte meiner Gastfamilie im Garten. Weil es wegen der Klimaanlage im Haus ziemlich kalt ist und um frische Luft zu schnappen(ich haette nie gedacht, dass ich das mal sage, aber das fehlt mir irgendwie) gehe ich manchmal nach draussen zum Lesen(am spaeten Nachmittag ist es auch nicht mehr so heiss).
Eine knappe Woche Faulenzen habe ich noch, danach geht die Schule los.
Heute haben wir unser erstes richtiges Hockeyspiel (Aufregung), danach werden Bea und ich beim Footballtrainig helfen.
Das ist eine laengere Geschichte: Nach dem Hockeytrainig (letzte Woche irgendwann)sind wir zu Ms Stephenie (so ne Art Schul-Physiotherapeutin/Krankenschwester) gegangen, um Eis fuer mein Hangelenk zu holen(das tat mal wieder weh). Irgendwie, keine Ahnung warum( ich glaube, ich habe sie nicht richtig verstanden/realisiert was sie eigentlich gesagt hat) haben wir, Bea und ich, dann zugestimmt, bei Footballspielen Ms Stephenie zu helfen, die Wasserflaschen aufzufuellen und Eis bei Verletzungen zu verteilen. Das ueben wir heute und werden jeden Freitag bei Spielen verpflichtet sein. Ich hoffe, dass ich dann auch mein neu erworbenes Sportmedizin-Wissen anwenden kann und nicht nur rumstehe.
So, das wars fuer heute. Ich habe noch ganz viel im Kopf, was noch zu Papier gebracht werden muss, hier eine kleine Notiz an mich selbst:
  • Backen in Amerika
  • Mehr zu Hockey
  • Leben in der Gastfamilie
  • High School
Bis bald,
Lilly