„Go!Fight!Win!“ !?

Hey,
heute ein bisschen was ueber mein kreatives Fruehstueck heute morgen (so eine tolle Moeglichkeit, ueber Essen zu schreiben, muss doch genutzt werden 😉 ), das Basketballspiel gestern abend und meine Plaene fuers Wochenende.

Das Wichtigste zuerst: Mein Fruehstueck. Nach der Lektuere einiger Koch-/Backbuecher und der Entdeckung vor ungefaehr einem Monat, dass man Spiegeleier in der Mikrowelle machen kann (Ei in Form aufschlagen, 1:20 Minuten „kochen“, fertig), kam mir heute morgen die brilliante Idee zu einem Fruehstueckssouffle. Wir haben noch einige Buckeyes von Sylvester uebrig (Fett und Zucker haelt sich ja ewig), die ich sozusagen als Art „Backmischung (Butter, Erdnussbutter, ein bisschen Zucker, Schokolade) verwendet habe. Vermischen mit einem Ei und einem Essloeffel Kakaopulver fuer den Schokisuchti in mir, in die Form giessen, toppen mit Aepfelstueckchen und Walnuessen (die ich sowieso fuer meine Lunchbox fertig gemacht habe), rein in die Mikro, und….Trommelwirbel: fertig war mein leckeres Fruehstueck, das man (abgesehen von dem Zucker und der Schoki in den Buckeyes) doch fast schon gesund nennen koennte, oder 😀 ?

Zweiter Punkt: Basketballspiel (von den Jungs, nichts gegen die Maedels, aber sie koennen einfach nicht so schnell rennen und hoch springen, sodass das Spiel der Jungs eigentlich immer aufregender ist). So wie eigentlich immer, lagen die Jungs am Anfang in Fuehrung, haben dann jedoch stark nachgelassen und lagen -bis nah der 3. Quarter-Pause mit 10 Punkten hinten. Diesen Rueckstand haben sie dann jedoch aufholen koennen und wortwowertlich in der letzten Millisekunde den entscheidenden Korb geworfen. Das war ein Adrenalinschub pur fuer uns Cheerleader! Wir haben gejubelt wie wild, sind auf- und abgehuebpft und waren mega aufgekratzt.

In diesen Momenten faellt es natuerlich leicht, als Cheerleader froehlich und aufgedreht zu wirken. Beim Spiel der Maedchen davor war das ein bisschen schwieriger, weil sie um ehrlich zu sein echt schlecht gespielt haben. Keine Deckung in der Abwehr, wenig Motivation im Angriff. Unser (Cheerleading-)Coach meinte dann, wir sollen doch bitte ein bisschen motivierter unsere Puschel schwingen. Vor allem bei den Quartercheers und dem Tanz, wenn wir auf dem Spielfeld sind und die Leute zuschauen, sollen wir mehr anfeuern. Denn unmotivierte Cheerleader=unmotivierte Spieler=unmotivierte Zuschauer. Obwohl es mir jetzt auf dem Spielfeld nicht so schwer faellt, so zu tun, als ob es mir Spass macht, denn das tut es echt. Vor allem wenn wir dann den Beat „machen“ oder tanzen und mein Koerper die Bewegungen wie von selbst, auf Autopilot ausfuehrt, ich den Beat des Liedes wortwoertlich spueren kann-dann bewegen sich meine Mundwinkel automatisch nach oben.
Wenn wir oben in der Tribuene sitzen, ich muede bin und es offensichtlich wird, dass dieses Spiel nicht mehr zu gewinnen ist, dann komme ich mir mit „Go!Fight!Win!“ fast ein bisschen albern vor. Aber so ist das halt.Man muss als Cheerleader motiviert wirken, auch wenn man es nicht ist. Ich kann mir richtig vorstellen, wie einige Leute (Schwesterherz, aehem…;)) jetzt denken, dass das ja so oberflaechlich amerikanisch ist. Aber so ist das halt hier als Cheerleader.

Letzter Punkt: Am Wochenede (Samstag und Sonntag) machen Grandmommy, Bea und ich einen Ausflug nach Wilmington, eine Kuestenstadt etwa 3-4 Autostunden entfernt. Wir werden Gmas Bruder besuchen, haben sonst aber noch keine Plaene gemacht. Meine waeren: durch die wunderhuebsche historische Altstadt und am Strand entlang spazieren, ein bisschen shoppen und zwischendurch ein Eis. Mal gucken, wie das aufgehen wird, weil Grandmommy leider nicht so lange am Stueck laufen kann. Ich freue mich auf jeden Fall darauf und werde selbstverstaendlich berichten :).

Schoenes Wochenende an alle, die das hier lesen und bis bald,
Lilly

Meine Ferien und Frohes Neujahr!

Hey,
heute gibt es-verglichen mit dem letzten-dem Weihnachtsbeitrag-nichts all zu Aufregendes zu berichten, ausser, wie ich den Rest meiner Ferien verbringe.
Bree geht es langsam besser, sie nimmt immer noch fleissig Schmerzmittel und hat das Haus vorgestern zum ersten Mal verlassen, um mich vom Basketballspiel abzuholen. Meine Gasteltern arbeiten beide, meine Gastmutter in der Firma, mein Gastvater zu Hause, um fuer Bree da zu sein, die ausser ‚Criminal Minds‘ gucken leider nicht wirklich viel machen kann.
Weil ich nicht den ganzen Tag fernsehen oder YouTube-Videos gucken kann, ohne vor Langeweile zu sterben, versuche ich, mich so gut wie es geht selbst zu beschaaeftigen. Ich bin diese Ferien schon mehr als 20 Meilen gelaufen, lese sehr viel, habe oft Geige geuebt. Manchmal hatten wir auch Freunde der Familie zum Abendessen da, das war ganz nett.
Dienstag war ich mit Emilee Eislaufen. Weil wir beide eher mittelmaessig begabt sind 😛 , sind wir so langsam gefahren, dass wir nicht Gefahr liefen, hinzufallen und auch gut dabei quatschen konnten. Danach waren wir mit ihrer Mutter bei Ben&Jerry’s. Fuer alle, die’s interessiert: Ich hatte eine Kugel The Tonight Dough (Mischung aus Brownieteig mit Erdnussbutter) und Cookie Dough mit Sahne obendrauf…hmm… die Kugeln sind hier-verglichen mit deutschen Massstaeben-riesig :P. Eigentlich wollte mir ihre Mutter nur den Macaron-Stand in der Mall zeigen (Ergebnis:ein Schokoladenmacaron,ein Vanillemacaron und ein Erdbeer-Milkshake-Macaron; fuer 8$ ganz schoen teuer, es lohnte sich dennoch!) aber wie das mit drei weiblichen Personen in einer Shoppingmall so ist, konnten wir der Versuchung nicht widerstehen. Ich habe bei Lush (ein Naturkosmetikshop mit Seifen, Gesichtsmasken und mehr) eine Badekugel fuer Bree gekauft (und ganz vergessen, dass sie nach ihrer OP fuer einige Monate nicht baden darf). Bei the body shop gab es nach Weihnachten einen grossen Sale, 5$ fuer eine grosse Bodybutter, da musste ich doch zuschnappen :). Zum Glueck gab es zu Weihnachten den einen oder anderen Geschenkgutschein, sodass mein Geldbeutel nicht zu sehr leiden musste.
Mittwoch wollte ich eigentlich mit Alexa (aelteste Cousine) in die Cheesecake Factory gehen (Gutschein zu Weihnachchten), ihre beste Freundin hatte aber am Dienstag ihren 21. gefeiert, sodass sie noch nicht wieder fit und in Kaesekuchen-Stimmung war. Wir haben das jetzt auf naechsten Dienstag verschoben, Mittwoch wurde also ein Gammel-Tag.
Am Donnerstag hatte ich eine Art verpaetete Weihnachtsfeier mit meinem Cheerleading-Team bei Panera-Bread (Art Baeckerei-Resateurant-gute Cookies-, fuer das ich auch einen Gutschein bekommen habe). Wir haben auch gewichtelt, aber auf eine (fast) noch originellere Art und Weise als White Elephant (Stichwort Hockey-Party, Geschenke stehlen) : Jemand hat einen (vorgefertigten) Text vorgelesen, in dem die Woerter right (rechts), left (links) und across (gegenueber) ueberdurchschnittlich haeufig vorkamen und wir mussten die Geschenke dann in die jeweilige Richtung reichen. War sehr lustig, ich habe letzendlich Socken und (noch mehr…uff..) Suessigkeiten bekommen. Danach hatten wir-ungewoehnlicherweise in den Ferien- ein Basketballspiel, das sowohl Jungs als auch Maedchen (endlich mal wieder) gewonnen haben.
Gestern (Freitag) war ich mit Bea in der Buecherei von Indian Trail. Eigentlich wollten wir ja die ganze Zeit lesen (ich zumindest ;)), haben uns dann aber irgendwie immer wieder verquatscht… Auf jeden Fall fand ich es schoen, mal in eine amerikanische Bibliothek reinzugucken.
Heute ist der Geburtstag meiner Gastmutter, weswegen es von meinem Gastvater hausgemachte Red Velvet-Pancakes zum Fruehstueck gab, Lecker! Ich werde fuer sie spaeter noch Buckeyes machen-Das sind so Art Pralinen aus Erdnussbutter, Butter und Puderzucker, umhuellt von Schokolade. Als ich mit Grandmommy Weihnachtsplaetzchen gebacken habe, kamen die Buckeyes fast am besten in der Familie an, vor allem meiner Gastmutter haben sie gut geschmeckt, weswegen ich ihr heute eine Freude damit machen moechte.
Gleichzeitig ist heute ja auch Sylvester, was hier aber nicht so gross wie in Deutschland gefeiert wird. Boeller (ver)kaufen ist in North Carolina per Gesetz verboten, nicht mal Wunderkerzen konnte man im Supermarkt kriegen. Wir werden wahrscheinlich einfach eine Familienfeier mit Beas Gastfamilie (meine Tante ist die Schwester meiner Gastmutter) haben.
Es ist ein komischer Gedanke, dass 2017 in Deutschland 6 Stunden frueher beginnen wird…
Ich wuensche jedem, der das liest,

1 erfolgreiches neues Jahr, 12 gesunde Monate, 52 schöne Wochen, 365 tolle Tage, 8760 angenehme Stunden und 525.600 glückliche Minuten.

Viel Spass beim Feiern!

Bis bald,
Lilly

Festliche Veranstaltungen und Power-Shopping

Hey,
in den vergangenen Tagen war ganz schoen viel los.

Montag war das „Fall Sports Banquet“ (das fieserweise Bankett heisst, obwohl es nichts zu essen gab 🙁 ), wo die Erfolge aller Sportarten des Herbsts (Fussball, Football, Tennis, Track, Volleyball, Golf, Cheerleading und Field Hockey) „gefeiert“ und besonders tolle Sportler geehrt worden. Es sassen also 200 aufgehuebschte Schueler und Eltern im Auditorium (wie die grosse Aula meiner Schule in Deutschland) und haben dem „Athletic director“ und den Coaches zugehoert, wie sie die Erfolge der Schule aufzaehlten. Am besten war unser Fussballteam, das hat es sogar in das Finale des Staates North Carolina geschafft. Field Hockey wurden auch als neuer Sport an der Schule erwaehnt.
Danach ist jedes Team noch einmal fuer Awards zusammengekommen. Eigentlich durfte unser Coach nur 2 („best player“ und „most improved player“ vergeben, sie hat sich jedoch zusaetzlich noch fuer jeden Spieler einen „Superlatif“ ausgedacht. Ich wurde „most encouraging player“ , weil ich das Team immer mit Suessem motivieren konnte ;).

Gestern hatten Bree und Madison (eine ihrer Cousinen) ihre „Beta Club induction“. Beta Club ist eine Art Club der besten (man muss einen bestimmten GPA-Grade point average-Notendurchschnitt haben) 10.Klaessler, die sich sozial engagieren und auch gemeinsam Projekte machen werden. Bei der „Induction“ wurden die (geschaetzt) 50 neuen Mitglieder eingefuerht oder eingeweiht (eine bessere Uebersetzung faellt mir grade nicht ein).

Was auch noch gestern passiert ist: Wegen „Lehrerkonferenzen (die 2.Notenphase, nach der wir dann wieder ein „Mini-Zeugnis“ kriegen, endete letzte Woche) hatten wir Kurzstunden, um 12 war Schule aus. Emilee und ich haben die Zeit genutzt, indem wir in einer Creperie in Matthews (naechstgroessere Stadt hier in der Naehe) Mittag gegessen haben. Ich habe mir einen „Pumkin-Pie-Crepe“ und eine heisse weisse Schokolade gegoennt, lecker….Das Wetter war (fuer Dezember-Verhaeltnisse, ich glaube, es schneit in Teilen Deutschlands sogar schon)schoen herbstlich, wir haben uns rausgesetzt und die Sonne genossen. Irgendwann war dann aber Schluss mit Faulenzen, ich musste noch meine Weihnachtsgeschenke kaufen, was in 2 Stunden Power-Shopping bei Target ausartete. Dieses Geschaeft werde ich echt vermissen, weil es von Klamotten ueber Essen und Krims-Krams echt alles hat.

Das war soweit meine Woche. Morgen machen wir mit dem Interact-Club (auch so ein sozialer Club, in dem ich aber drinnen bin) einen Ausflug, wo wir Waisenkindern die Weihnachtsgeschenke geben, die wir fuer sie vor einigen Wochen gekauft haben. Wir kommen puenktlich zur 4.Stunde (ca 1 Uhr)fuer das „Students vs.Staff“(Lehrer gegen Schueler)-Basketballspiel zuerueck. Da will ich nach dem Ausflug vielleicht noch mit Emilee hingehen, um zuzuschauen. Das wird bestimmt lustig.

Bis bald,
Lilly

Basketball-Wochenende

Hey,
mein Wochenede stand ganz im Zeichen des Basketballs.
Freitag hatten wir unser erstes Heimspiel, bei dem wir in der Halbzeitpause (die „gehoert“ immer der Heimmannschaft) einen Tanz aufgefuehrt haben. Beim Training hat alles super geklappt, aber natuerlich nicht dann, wenn drauf ankommt: bei der Auffuehrung. Die Musik hat irgendwie gesponnen, ging laut-leise-laut-leise… wie soll man zu einem Beat tanzen, den man nicht hoeren kann? Das war schon bei dem JV-Team so, unsere Trainerin hatte uns also extra vorher gewarnt, dass wir aufhoeren sollen, wenn das passiert, in Startposition gehen und noch mal von vorne anfangen. Bloed bloss, dass das mit der Musik nicht besser wurde. Drei mal stoppten wir, bis die Captains dann eintschieden, dass wir das Beste draus machen und zur komischen Musik tanzen. Peinlich, wir haben aber darueber lachen koennen.
Kaum ist die Fussballsaison vorueber, faengt fuer meinen Gastbruder die Basketballsaison an. Er und mein Gastvater (er ist der Trainer) hatten dieses Wochenende je Samstag und Sonntag ein Spiel, bei dem der Rest der Familie natuerlich zugeschaut und angefeuert hat.
Mein Gastvater hat zusammen mit einem Freund eine Saisonkarte fuer die Heimspiele der Hornets (Hornissen), der NBA-Basketballmannschaft von Charlotte (die gehen mit all dem Panthers-Gehabe manchmal ein bisschen unter). Die beiden gehen manchmal zusammen, manchmal geben sie sichaber auch gegenseitig die Karten, sodass der jeweils andere mit Frau/Kindern gehen kann. Vorgestern hat mein Gastvater mich mitgenommen und es hat mir sehr gut gefallen. Es ist unglaublich, wie gross die Spieler sind und wie hoch sie springen koennen! Die Hornets haben das ganze Spiel ueber gefuehrt, dann aber nachgelassen und nach einem Unentschieden und der daraus folgenden Verlaengerung leider verloren.
Die Aufgabe fuer Samstag war eigentlich, den ganzen Tag auf Zucker zu verzichten, aber netterweise hat sich mein Schwesterherz ueberreden lassen, den Entzug auf heute zu verschieben, denn am Samstagmorgen hat mein Gastvater Pancakes gemacht und nach dem Hornetsspiel sind wir noch bei Krispy Kreme Doughnuts vorbei…ein Oreo-Donut, ein Heidelbeerdonut und ein Cheesecake-Donut….hm. Ausserdem habe ich mit grandmommy gestern Chocloate-Balls(nicht gebackenene Erdnussbutterkugeln ueberzogen mit Schokolade)nach einem Rezept von ihrer Grossmutter gemacht. Die sind soooo lecker…Eigentlich haette sie genug zum Mittagessen im Kuehlschrank gehabt, das ist uns beiden aber erst aufgefallen, nachdem wir uns eine reichliche Menge der fertigen kleinen Koestlichkeiten genehmigt haben, hehe. In zwei Wochen werden wir dann die richtig grosse Weichnachtsbaeckerei eroeffnen, um Plaetzchen verschenken zu koennen.
Bis bald,
Lilly