„Go!Fight!Win!“ !?

Hey,
heute ein bisschen was ueber mein kreatives Fruehstueck heute morgen (so eine tolle Moeglichkeit, ueber Essen zu schreiben, muss doch genutzt werden 😉 ), das Basketballspiel gestern abend und meine Plaene fuers Wochenende.

Das Wichtigste zuerst: Mein Fruehstueck. Nach der Lektuere einiger Koch-/Backbuecher und der Entdeckung vor ungefaehr einem Monat, dass man Spiegeleier in der Mikrowelle machen kann (Ei in Form aufschlagen, 1:20 Minuten „kochen“, fertig), kam mir heute morgen die brilliante Idee zu einem Fruehstueckssouffle. Wir haben noch einige Buckeyes von Sylvester uebrig (Fett und Zucker haelt sich ja ewig), die ich sozusagen als Art „Backmischung (Butter, Erdnussbutter, ein bisschen Zucker, Schokolade) verwendet habe. Vermischen mit einem Ei und einem Essloeffel Kakaopulver fuer den Schokisuchti in mir, in die Form giessen, toppen mit Aepfelstueckchen und Walnuessen (die ich sowieso fuer meine Lunchbox fertig gemacht habe), rein in die Mikro, und….Trommelwirbel: fertig war mein leckeres Fruehstueck, das man (abgesehen von dem Zucker und der Schoki in den Buckeyes) doch fast schon gesund nennen koennte, oder 😀 ?

Zweiter Punkt: Basketballspiel (von den Jungs, nichts gegen die Maedels, aber sie koennen einfach nicht so schnell rennen und hoch springen, sodass das Spiel der Jungs eigentlich immer aufregender ist). So wie eigentlich immer, lagen die Jungs am Anfang in Fuehrung, haben dann jedoch stark nachgelassen und lagen -bis nah der 3. Quarter-Pause mit 10 Punkten hinten. Diesen Rueckstand haben sie dann jedoch aufholen koennen und wortwowertlich in der letzten Millisekunde den entscheidenden Korb geworfen. Das war ein Adrenalinschub pur fuer uns Cheerleader! Wir haben gejubelt wie wild, sind auf- und abgehuebpft und waren mega aufgekratzt.

In diesen Momenten faellt es natuerlich leicht, als Cheerleader froehlich und aufgedreht zu wirken. Beim Spiel der Maedchen davor war das ein bisschen schwieriger, weil sie um ehrlich zu sein echt schlecht gespielt haben. Keine Deckung in der Abwehr, wenig Motivation im Angriff. Unser (Cheerleading-)Coach meinte dann, wir sollen doch bitte ein bisschen motivierter unsere Puschel schwingen. Vor allem bei den Quartercheers und dem Tanz, wenn wir auf dem Spielfeld sind und die Leute zuschauen, sollen wir mehr anfeuern. Denn unmotivierte Cheerleader=unmotivierte Spieler=unmotivierte Zuschauer. Obwohl es mir jetzt auf dem Spielfeld nicht so schwer faellt, so zu tun, als ob es mir Spass macht, denn das tut es echt. Vor allem wenn wir dann den Beat „machen“ oder tanzen und mein Koerper die Bewegungen wie von selbst, auf Autopilot ausfuehrt, ich den Beat des Liedes wortwoertlich spueren kann-dann bewegen sich meine Mundwinkel automatisch nach oben.
Wenn wir oben in der Tribuene sitzen, ich muede bin und es offensichtlich wird, dass dieses Spiel nicht mehr zu gewinnen ist, dann komme ich mir mit „Go!Fight!Win!“ fast ein bisschen albern vor. Aber so ist das halt.Man muss als Cheerleader motiviert wirken, auch wenn man es nicht ist. Ich kann mir richtig vorstellen, wie einige Leute (Schwesterherz, aehem…;)) jetzt denken, dass das ja so oberflaechlich amerikanisch ist. Aber so ist das halt hier als Cheerleader.

Letzter Punkt: Am Wochenede (Samstag und Sonntag) machen Grandmommy, Bea und ich einen Ausflug nach Wilmington, eine Kuestenstadt etwa 3-4 Autostunden entfernt. Wir werden Gmas Bruder besuchen, haben sonst aber noch keine Plaene gemacht. Meine waeren: durch die wunderhuebsche historische Altstadt und am Strand entlang spazieren, ein bisschen shoppen und zwischendurch ein Eis. Mal gucken, wie das aufgehen wird, weil Grandmommy leider nicht so lange am Stueck laufen kann. Ich freue mich auf jeden Fall darauf und werde selbstverstaendlich berichten :).

Schoenes Wochenende an alle, die das hier lesen und bis bald,
Lilly

Life, Love and Happiness!

Hey,
gestern fing an wie ein echter Sch***-Tag, wurde aber zum Glueck immer besser.

Es fing damit an, dass das Wlan bei uns zuhause nicht ging. Ich konnte also morgens nicht meine WhatsApp-Nachrichten abrufen.Dann haben wir in Chemie mit der Wiederholung des Stoffes angefangen, was irgendwie ein bisschen anstrenged und nervig war. Zusaetzlich wollte ich mit Emilee was die Woche machen, sie muss aber einen Geschichts-Aufsatz schreiben und sich auf ihre Finals vorbereiten (ich vergesse immer, dass das fuer alle ausser mir megawichtig ist ;)), hat also keine Zeit. Das hat mich irgendwie runtergezogen. Dann habe ich beim Mittagessen gemerkt, dass es meine Menschenkenntnis wohl nicht die beste ist, als ich realisiert habe, dass das Maedchen, mit dem ich gedacht hatte, befreundet zu sein, ihre Mitmenschen nur benutzt. Sie meinte, dass sie einen Freund haben will, der fuer sie bezahlt und sie faehrt, wenn sie es braucht, ob wir da jemanden kennen wuerden…okay…

Das Schlimmste (und dem wird jetzt sogar ein eigener Absatz gewidment ;)): Ich hatte mein Handy morgens im Auto meines Gastvaters liegen lassen. Das fehlte mir dann sehr, als mir in Computer Programming langweilig war und ich lesen wollte. Im Bus wollte ich Fotos angucken, weil ich ploetzlich mega Heimweh hatte. Zuhause wollte ich erstmal meine Whats-App-Nachrichten checken und danach mit Musik laufen gehen-wird schwierig ohne Handy, wie mir aufgefallen ist. Ich bin dann ohne Musik gelaufen und habe gemerkt, dass das gar nicht so schlimm ist. Man nimmt seine Umwelt so viel bewusster war. Ich hoerte die Voegel zwitschern (komisch, es ist ja Januar, aber nach unserem Kaelte-Wochenende wird es immer waermer und fruehlingshafter), sah Kinder draussen spielen, zaehlte die Basketballkoerbe in der Nachbarschaft (12 sichtbare), laechelte jeden an, der mir entgegenkam und fuegte noch ein schnelles „hey, how are you?“ hinterher.

Das hat meine Laune irgendwie besser gemacht. Als ich nach Hause kam, mein Gastvater mit Bree vom Zahnarzt zurueck war und ich mein Handy wiederhatte und das Wlan immer noch nicht ging, fand ich das ploetzlich gar nicht mehr so schlimm. Nach dem Laufen war es erst fuenf, ich hatte also noch genug Zeit, um Cookie-Cheesecakes zu backen. Weil jeder Teig je ein Ei enthielt, konnte ich die Menge nicht halbieren, habe jetzt also an die 20 kleine Kalorienboembchen zuhause.Es sollte aber kein Problem werden, Abnehmer dafuer zu finden ;).
Spaeter bin ich mit meinem Gastvater zu einem Musik-Laden gefahren, um meine geliehene Geige zurueck zu geben. Das war ein bisschen traurig, weil das irgendwie schon ein verfruehtes „Sachen packen“ war und mir nochmal vor Augen gefuehrt hat, dass meine Zeit hier bald zu Ende ist. Aber meine Gute Laune und ich haben tapfer gekaempft, um uns gegen die grauen Gedanken zu verteidigen :). Danach sind wir zu „nothing but noodles“ gefahren , wo wir meine Gastmutter getroffen hatte, die gerade erst von der Arbeit gekommen war. Nichts (oder mir faellt grad nichts anderes ein ;)) macht gluecklicher als ein Teller voll mit Nudeln mit Kaese-Sahne Sosse, hach !
Abends bin ich noch mit meiner Gastmutter zu meiner Tante gefahren, die ihr eigentlich „nur schnell was zeigen wollte“. Aber wie das immer so ist, haben sich die beiden-und Bea und ich-verquatscht, sodass wir uns ins Wohnzimmer gesetzt haben. Mein Gastvater, Bree und Carson sind dann spaeter dazugekommen, als sie von unserer spontanen „Family-Party“ erfuhren und es wurde sehr lustig. Das werde ich echt vermissen.

Der Tag fing also ziemlich bloed an, wurde aber zu einem meiner schoensten hier (So schnell kann es gehen mit den Launen eines Teenagers, haha ;)). Ich weiss nicht, irgendwie versuche ich jetzt, wo nur noch so wenig Tage uebrig sind, jeden Tag zu geniessen, um noch so viel wie moeglich aufzusaugen.

Bis bald,
Lilly

Basketball-Wochenende

Hey,
mein Wochenede stand ganz im Zeichen des Basketballs.
Freitag hatten wir unser erstes Heimspiel, bei dem wir in der Halbzeitpause (die „gehoert“ immer der Heimmannschaft) einen Tanz aufgefuehrt haben. Beim Training hat alles super geklappt, aber natuerlich nicht dann, wenn drauf ankommt: bei der Auffuehrung. Die Musik hat irgendwie gesponnen, ging laut-leise-laut-leise… wie soll man zu einem Beat tanzen, den man nicht hoeren kann? Das war schon bei dem JV-Team so, unsere Trainerin hatte uns also extra vorher gewarnt, dass wir aufhoeren sollen, wenn das passiert, in Startposition gehen und noch mal von vorne anfangen. Bloed bloss, dass das mit der Musik nicht besser wurde. Drei mal stoppten wir, bis die Captains dann eintschieden, dass wir das Beste draus machen und zur komischen Musik tanzen. Peinlich, wir haben aber darueber lachen koennen.
Kaum ist die Fussballsaison vorueber, faengt fuer meinen Gastbruder die Basketballsaison an. Er und mein Gastvater (er ist der Trainer) hatten dieses Wochenende je Samstag und Sonntag ein Spiel, bei dem der Rest der Familie natuerlich zugeschaut und angefeuert hat.
Mein Gastvater hat zusammen mit einem Freund eine Saisonkarte fuer die Heimspiele der Hornets (Hornissen), der NBA-Basketballmannschaft von Charlotte (die gehen mit all dem Panthers-Gehabe manchmal ein bisschen unter). Die beiden gehen manchmal zusammen, manchmal geben sie sichaber auch gegenseitig die Karten, sodass der jeweils andere mit Frau/Kindern gehen kann. Vorgestern hat mein Gastvater mich mitgenommen und es hat mir sehr gut gefallen. Es ist unglaublich, wie gross die Spieler sind und wie hoch sie springen koennen! Die Hornets haben das ganze Spiel ueber gefuehrt, dann aber nachgelassen und nach einem Unentschieden und der daraus folgenden Verlaengerung leider verloren.
Die Aufgabe fuer Samstag war eigentlich, den ganzen Tag auf Zucker zu verzichten, aber netterweise hat sich mein Schwesterherz ueberreden lassen, den Entzug auf heute zu verschieben, denn am Samstagmorgen hat mein Gastvater Pancakes gemacht und nach dem Hornetsspiel sind wir noch bei Krispy Kreme Doughnuts vorbei…ein Oreo-Donut, ein Heidelbeerdonut und ein Cheesecake-Donut….hm. Ausserdem habe ich mit grandmommy gestern Chocloate-Balls(nicht gebackenene Erdnussbutterkugeln ueberzogen mit Schokolade)nach einem Rezept von ihrer Grossmutter gemacht. Die sind soooo lecker…Eigentlich haette sie genug zum Mittagessen im Kuehlschrank gehabt, das ist uns beiden aber erst aufgefallen, nachdem wir uns eine reichliche Menge der fertigen kleinen Koestlichkeiten genehmigt haben, hehe. In zwei Wochen werden wir dann die richtig grosse Weichnachtsbaeckerei eroeffnen, um Plaetzchen verschenken zu koennen.
Bis bald,
Lilly

Hey, Matthew!

Hey,

es ist warscheinlich schon ueberall in den Nachrichten. Ich erlebe heute meinen ersten grossen Hurrikan hier. „Matthew“ besucht uns jetzt uebers Wochenende .Es schuettet wie aus Kuebeln und ist sehr windig, die Baeume neigen sich im Wind und die Ampeln (die sind hier nur an einer strommastenarteigen Konstruktion befestigt) schauen aus als ob sie „tanzen“. Ich hatte mir das alles noch heftiger vorgestellt, aber wir sind ja hier auch im Landesinneren und nicht an der Kueste. Haiti und Florida scheint es deutlich schlimmer zu erwischen.Trotzdem bloed, denn unser Hockeyspiel fuer gestern und, viel schlimmer, der Homecomingball wurden abgesagt und verschoben. Immerhin.

Ich werde mich jetzt gleich mit Emily treffen, um das zu tun, was man bei diesem Sch*wetter am besten macht: In kuschelige Decken gehuellt  Filme gucken, Cookies backen und vielleicht kann ich ihr auch meine Zwillingsschwester aus Deutschland vorstellen (ups, du weist ja noch gar nicht von deinem Glueck, Lieblingsschwest 🙂 ), wenn die Zeit zum skypen hat.

Jetzt faellt mir grad noch ein, dass ich voellig vergessen habe, vom Homecomnigspiel zu berichten. Alles in allem war es gar nicht mal so aufregend, um ehrlich zu sein.  Das lag vermutlich daran, dass das gegnerische Team nicht sehr gut war. Das ist geplant, wie mir erzaehlt wurde. Waere ja bloed, wenn das eigene Team das Homecomingspiel verliert. War deswegen dementsprechend langweilig, das Spiel endete 67:6 (oder so). In der Halbzeitpause wurden Homecomingqueen und king gekroent (die Prinzessinen und Prinzen wurden schon vorher bekanntgegeben), ein Maedchen aus meinem Hockeyteam hat es geschafft.

Heute Abend treffen wir uns mit Freunden der Familie zum Abendessen und es ist geplant, dass ich mit deren Tochter zusammen backe. Jippie, da freue ich mich drauf. Bree hat morgen ein Fussballspiel ( weil sie auf Kunstrasen spielen, spielen sie bei jedem Wetter solange es nicht gewittert) und ich muss langsam mal mit dem  5-seitigen Aufsatz uber meine Familiengeschichte fuer meinen Geschichtskurs anfangen. Montag gehen wir eventuell zu einem Footballspiel der Panthers. Es waere sehr cool, wenn das klappen wuerde, aber meine Familie ist noch am Ueberlegen weil das Spiel erst um halb neun losgeht.

So, jetzt muss ich los, will Emily ja nicht warten lassen.

Bis bald,
Lilly

Homecoming-Woche

Hey,

ich sitze gerade in Sport Medizin und wir haben „Freizeit“, weil alle Sophomores (10.Klaessler) heute den Pre-ACT (irgendein Pre-College Test, den Pre-SAT muss ich als Junior naechste Woche machen) haben und von unserer Klasse nicht mehr besonders viel uebrig ist.

Es ist Homecoming-Woche!

Konkret heisst das, dass der american school spirit mit grossem trara und nach Lust und Laune ausgelebt wird. Fuer diese Woche gibt es fuer jeden Tag einen „Dresscode“, den man natuerlich nicht verpflichtend befolgen muss, aber die Themen sind schon lustig. Montag war „alien“ das Thema, da hatte ich jetzt nicht so viel im Kleiderschrank zu, ein tuerkises Sweatshirt musste genuegen. Gestern war „Pun day“ (Pun bedeutet Wortspiel), das war sehr lustig. Ich habe schwarze Jeans, ein T-shirt mit einem  grossen gruenen „P“, meine Lederjacke und  ein schwarzes Haarband getragen; um ein Auge habe ich mit schwarzem Make-up einen grossen (Pandaaugenaehnlichen) Kreis gemalt. Na, welcher Pun ist das? …..Ich war eine „Black Eyed Pea“. Bree (die das selbe „Kostuem“ hatte) und ich fanden uns sehr genial (auch wenn die Idee von Instagram geklaut war, aber psssssssttt 🙂 ). Sonst habe ich einen „One Night Stand“ (Pappkarton als „Schulterposter mit Deko), mehrere „Holy Cows“, „Oh deers“ und weiteres gesehen. Viele Kostueme waren vielfach vertreten, was wol leider daran lag, dass wohl viele Leute die selbe Instagram-Seite aufgerufen hatten.

Heute ist „Alter ego day“, man soll sich also komplett anders als sonst kleiden. Brees Cousine Savannah tauscht zum Beispiel mit einer Freundin ihre Cheerleader-Uniform gegen deren Band-Kleidung. Mir ist fuer heute nichts wahnsinning kreatives eingefallen, deswegen habe ich mich einfach so wie immer angezogen. Donnerstag ist „Geek vs. Greek day, da will ich mich ganz „nerdig“ sein, also kein Make-up, Rattenschwaenze (zwei Pferdeschwaenze) und langweilige Klamotten. Freitag ist „spirit day“, da ziehen wir unsere Hockeyuniformen (nur das T-shirt, der Rock ist laut „Schuldresscode“ zu kurz) an und im 4th Block haben wir eine Pep Really, irgendeine Veranstaltung aller Sportteams der Schule. Keine Ahnung, was wir konkret machen werden, aber alles ist besser als in Geschichte zu sitzen.

In genau dem Fach habe ich heute auch einen Test, aber wir duerfen ja im Buch spicken, sollte also passen.

Weil es eine Hurrikan-Warnung fuer das Wochenende gibt, wurde das JV(Junior Varsity)-Footballspiel von morgen auf heute verlegt, morgen ist dann das Varsity-Homecomingspiel. Dort werden Homecomingking und -queen (Abschlussjahrgang) und die je 3 Homecomingprinces und -princesses „gekroent“. Zusaetzlich wird es bestimmt noch eine grosse Show geben, bin sehr gespannt darauf und werde natuerlich ausfuerhlichst darueber berichten :).

BIs bald,

Lilly

 

Backen auf amerikanisch

Hey,

ich kann es selbst noch kaum glauben, aber unser Hockeyteam hat gestern tatsaechlich 3:1 gegen irgendeine katholische Schule in South Carolina gewonnen 🙂 ! Wir waren alle maechtig stolz und haben uns super gefreut.

Tja, ich habe dem Team versprochen, Cookie Dough Sandwiches (zwei Chocolate chip cookies mit eifreiem Keksteig als „Fuellung“…mmmmmmm) zu backen, wenn wir gewinnen. Morgen haben wir nur bis 12 Schule und kein Training, ich werde also genug Zeit dafuer haben. Backen in den USA ist fuer mich unerwarteterweise anders als in Deutschland. Ich kann nicht einfach drauflosbacken, muss mir vorher ueberlegen, was und fuer wen. Meine Gastfamilie mag zum Beispiel keine Nuesse und Emily hat Laktoseintoleranz. Und dann muss natuerlich noch alles Benoetigte im Haus sein. Butter fehlt mir manchmal. Alles nicht so einfach 🙂 .

Dann kann’s losgehen: Der Ofen muss vorgeheizt (das dauert so 10 Minuten, bis er warm ist, natuerlich ist die Temperatur in Fahrenheit angegeben) und die Zutaten abgemessen werden. Dafuer nimmt man hier keine Waage, sondern ganz einfach einen Messbecher, die „Einheit“ ist dann nicht gramm, sondern „Cup“. Also 2 cups Mehl, 5/4 cups Zucker und so weiter. Das war am Anfang ein bisschen verwirrend fuer mich, weil ich meine deutschen Gramm-Rezepte nicht verwenden kann. Natuerlich haette ich umrechnen koennen, war aber zu faul dafuer. Habe also fleissig im Netz gestoebert (wir haben unsere Laptops in der Schule ja eigentlich fuer Recherchezwecke, aber wenn ich doch fruher fertig sein sollte…in Geschichte habe ich Unmengen an Zeit) und ganz viele amerikanische Rezepte gefunden. Scones, Pies, Muffins, Cupcakes, Candy Bars und natuerlich: Cookies. Oben erwaehnte Cookie Dough Sandwiches habe ich fuer Beas Geburtstagsparty schon ausprobiert und nur positive Kritik bekommen. Meinem Hockeyteam sollten sie also auch schmecken.

Ach so, hier noch die Aufloesung fuer den superschlauen Computer Program-Spruch: 10 ist uebersetzt 2 in Binary. Das wars eigentlich auch schon. Ohne diese Zusatzinfo ist man leicht verwirrt. 10 Arten und danach werden nur 2 erwaehnt? Aber 10 ist ja 2!Egal, irgendwie kam mir das alles am Mittwoch um einiges brillianter vor, koennte am Gluecksrausch liegen, weil ich endlich mal irgendetwas (neuer Stoff, nicht binary, der spruch stand bloss irgendwo im Buch, ich war fertig und habe ihn entdeckt) in diesem Kurs verstanden habe.

Naechstes Wochenende ist Homecoming, werde langsam ein bisschen aufgeregt. Aber um Kleid und Schuhe brauche ich mir immerhin keine Sorgen zu machen, das habe ich ja schon. Bea hat von gestern auf heute bei mir uebernachtet (sleep-over heisst das hier) und ich habe ihr ein voll huebsches, dunkelblaues Kleid in A-Linie mit Bluemchen-Spitzenmuster am Ruecken von mir dafuer geliehen, steht ihr (fast 😉 ) besser als mir. Ich freue mich auf jeden Fall auf den Ball, das wird bestimmt eines der Highlights meiner „Highschoolkarriere“. Sollte aber auch nicht zu viel erwarten, mir wurde oft erzaehlt, dass der Abschlussball eigentlich viel toller sein soll.

Bis bald,

Lilly

Meine Woche (spezifischer geht der Titel nicht)

Hey,

Weil meine Gasteltern und meine Tante in Las Vegas (mein Gastvater hat da einen Geschaeftstermin und sie gehen auf ein Celine Dion Konzert) sind, wohne ich dieses Wochenende bei meinem Onkel, Bea und meinen Cousinen. Der arme Carson (mein Gastbruder)- von Maedchen umzingelt ;).

Gestern war wie jeden Freitag das Varsity Footballspiel (JV, das Juniorenteam spielt donnerstags) und als Watergirl war ich natuerlich dabei. Leider haben die Pirates verloren, haetten die drei Touchdowns jedoch gezaehlt, dann haetten wir gewonnen. Na gut, so ist es halt.

Aufregend war es aber auf jeden Fall, vor allem weil dieses Spiel das Homecoming-Spiel der Gegner war. Es gab also ein grosses (noch groesser als sonst) Trallala mit einer Show in der Halbzeitpause.

So ganz verstehe ich den Hintergrund vor Homecoming noch nicht. Als ich Bree (meine Gastschwester) gestern gefragt habe, ob das einfach eine Party um der Party (und Football natuerlich) willen ist, hat sie gesagt, das treffe es ganz gut. Unser Homecoming ist uebernaechstes Wochenende.Ein Kleid habe ich auch schon, Bree hat mir das gegeben, das sie mal zur Bar Mitzvah einer Freundin anhatte. Es ist aus schwarzem Stretch-Stoff und assymetrisch geschnitten. Jetzt muss ich nur noch Schuhe dafuer finden. Ich gehe heute noch mit einem Maedchen aus dem Hockeyteam (Emily) shoppen, vielleicht finde ich da ja was.

[Schreibunterbrechung (gibt es das Wort ueberhaupt?)]

Bin zurueck und habe sehr suesse, schlichte schwarze Ballerinas gefunden 😉

Abgesehen vom Kleid habe ich keine Ahnung wie Homecoming (der Dance, nicht das Spiel, da bin ich ja watergirl) ablaufen wird. Es wird auf jeden Fall eine american experience fuer mich.

Was sonst noch so passiert ist: Habe ich nicht im letzten Beitrag erwaehnt, dass ich hoffe, noch ein Hockeyspiel zu gewinnen? Na ja, wir haben letztes Woche 4:0 und 5:0 verloren. Kein Kommentar mehr. (Aber der Wille zum Sieg war da!)

Bea hat morgen Geburtstag, ich habe mit Emily eine deutsche Kaese-Sahne-Torte (so deutsch wie es ohne Quark und Vanillezucker eben geht) gebacken und ihr deutsche Suessigkeiten wie Haribo, Milka und Kinderschokolade gekauft. Hoffentlich freut sie sich darueber.

Ansonsten habe ich heute morgen mal wieder mit meiner Familie geskypt. Es war schoen, sie mal wieder zu sehen und zu hoeren. Mit dem Zeitunterschied ist das ja nicht so einfach. Wenn ich unter der Woche um halb sechs von Schule und Hockey heimkomme, ist es halb zwoelf in Deutschland und (fast-mein Vater ist ein Nachtmensch) ganz Deutschland schlaeft schon. Deswegen bleiben eigentlich nur die Wochenendvormittage zum skypen. Wenn ich nicht bei einem Fussballspiel bin. Wenn ich nicht shoppen bin. Wenn ich eben mal zuhause bin :).

So, mehr interessantes gibt es von meiner Woche wirklich nicht zu berichten und laenger kann ich mich jetzt auch nicht mehr vor dem ins Bett gehen druecken (prokrastinieren in Klugscheissersprache).

Bis bald,

Lilly

Update

Hey,

seit meinem letzten Eintrag ist wieder (fuer Ferienverhaeltnisse) viel passiert. Ich werde das Ganze hier mal mehr oder weniger chronologisch auflisten:

  •  jeden Morgen von acht (eigentlich habe ich doch Ferien, jammer, jammer) bis zehn Hockeytraining- Fazit: mit dem Schlaeger den Ball zu treffen ist schwieriger, als es ausschaut
  • ab und dann mal, wenn mir langweilig ist oder ich motiviert bin,uebe ich Geige (wir haben hier eine ausgeliehen). Bloed bloss, dass das Paeckchen  mit den Noten aus Deutschland noch nicht angekommen ist, ich google jetzt immer Allegro oder Concerto oder so und spiele dann das.
  • letzten Dienstag Fussball-Torwart-Training fuer Brees Freizeit-Tunier am WE bei dem ich als „goalie“ ausgeholfen habe- ja, das Fussballtor ist deutlich groesser als das Handballtor
  • am Mittwoch habe ich mich mit Bea fuer unsere Classes (der High School wird irgendwann noch ein Eintrag gewidmet) eingeschrieben: Ich werde wahrscheinlich American History(Pflichtfach), Chemie, Sportmedizin und Culinary(=Kochen/Backen) oder Informatik (um Java zu lernen- muesste ich am bayerischen Gymnasium auch) oder Sports and Entertainment Management belegen. Mal gucken, wie mein tatsaechlicher Stundenplan dann ausschaut, er sollte bald per Post kommen
  • am Wochenende dann das Fussballtunier: drei Spiele insgesamt , ich habe je eine Halbzeit gespielt. „The first game really sucked“ , wie die Amis sagen wuerden- das erste Spiel war ein Desaster, das zweite und dritte waren dann besser und spassiger.
  • Am Sonntagabend gab meine Gastfamilie eine Fussballparty. Brees neu zusammengewuerfeltes Team und deren Eltern sollten sich besser kennenlernen. Das mag in der Theorie gut klingen, hat in der Praxis jetzt nur bedingt funktioniert. . Die Eltern haben in der Kueche Small Talk gemacht, waehrend das Team im Garten SnapChat und Instagram-Namen ausgetauscht hat. Immerhin ein Anfang. Und das Essen war echt gut: Hot Dogs, Hamburger, Mac’n’Cheese( Maccaroni mit Kaese-mmmmmmm), Chips, Cookies, Brownies, der hausgemachte Bananenpudding meiner Gastmutter, und und und.
  • Gesternmorgen sollten wir eigentlich ein Hockey-Skrimmitch (Freundschaftsspiel)  haben, es kamen aber nur drei Spielerinnen vom gegnerischen Team. Egal, wir haben dann halt sieben gegen sieben gespielt.
  • Danach haben wir mit Brees Cousinen und Bea den Freizeitpark Carowinds besucht. Die Amis haben echt coole Achterbahnen (sie haetten dir gefallen, Lisa). Integriert in den Park war ein Wasserpark. Eine Rutsche, die erwaehnenswert ist: Man steht/liegt (Neigungswinkel ca. 80 Grad) in der Rutsche und ploetzlich oeffnet sich die Klappe, auf der man steht und man „faellt“ ins Bodenlose. Hoert sich cool an, das Wellenbad war mir dann doch lieber, da spritzt das Wasser nicht so in die Nase.
By the way: Echt liebgewonnen habe ich die Haengematte meiner Gastfamilie im Garten. Weil es wegen der Klimaanlage im Haus ziemlich kalt ist und um frische Luft zu schnappen(ich haette nie gedacht, dass ich das mal sage, aber das fehlt mir irgendwie) gehe ich manchmal nach draussen zum Lesen(am spaeten Nachmittag ist es auch nicht mehr so heiss).
Eine knappe Woche Faulenzen habe ich noch, danach geht die Schule los.
Heute haben wir unser erstes richtiges Hockeyspiel (Aufregung), danach werden Bea und ich beim Footballtrainig helfen.
Das ist eine laengere Geschichte: Nach dem Hockeytrainig (letzte Woche irgendwann)sind wir zu Ms Stephenie (so ne Art Schul-Physiotherapeutin/Krankenschwester) gegangen, um Eis fuer mein Hangelenk zu holen(das tat mal wieder weh). Irgendwie, keine Ahnung warum( ich glaube, ich habe sie nicht richtig verstanden/realisiert was sie eigentlich gesagt hat) haben wir, Bea und ich, dann zugestimmt, bei Footballspielen Ms Stephenie zu helfen, die Wasserflaschen aufzufuellen und Eis bei Verletzungen zu verteilen. Das ueben wir heute und werden jeden Freitag bei Spielen verpflichtet sein. Ich hoffe, dass ich dann auch mein neu erworbenes Sportmedizin-Wissen anwenden kann und nicht nur rumstehe.
So, das wars fuer heute. Ich habe noch ganz viel im Kopf, was noch zu Papier gebracht werden muss, hier eine kleine Notiz an mich selbst:
  • Backen in Amerika
  • Mehr zu Hockey
  • Leben in der Gastfamilie
  • High School
Bis bald,
Lilly