Abschied nehmen, Klappe die erste :(

Hey,
jetzt komme ich auch mal dazu, von meinener Abschiedsparty zu berichten. Motto war (ueberrascht das jetzt jemanden): Dessert for dinner-Nachtisch zum Abendessen. Wir hatten also das Zeug, das ich mit Sarah am Mittwoch gemacht habe, gegessen und zusaetzlich noch Eis (fuer Bree, die mag keinen Kuchen und so). Emilee hatte extra fuer mich Zimtschnecken-Oreo(die gibt es in Deutschland leider nicht)-Trueffel gemacht, worueber ich mich sehr gefreut habe. Eingeladen waren:
Emilee natuerlich- meine beste Freundin hier in den USA durfte nicht fehlen. Sie wird mich uebrigens im Juni in Deutschland besuchen, Flugticket ist schon gebucht-wir sind beide schon sehr aufgeregt.
Bridget, mit der ich zusammen Sport Medizin hatte und die auch an meinem Lunchtable sass. Sie war drei Wochen nach Schuljahresbeginn erst hergezogen, ich war einer der ersten Leute, die mit ihr geredet haben. Immer, wenn alle anderen unseres Tisches losgezogen sind, um sich Essen zu kaufen, haben wir unsere Lunchboxen hervorgeholt und sind irgendwie ins Gespraech gekommen. Obwohl wir grundverschieden sind- die Schule ist ihr nicht besonders wichtig, sie feiert oft und ausgelassen auf High-SchoolParties- sind wir irgendwie Freunde geworden. Wir hatten so eine Art Tradition, dass wir nach SportsMed gemeinsam aufs Klo gegangen sind, ich mir Plastik-Besteck und Servietten geholt habe, waehrend sie sich schon an den Tisch gesetzt hat. Dann kamen alle anderen unseres Lunchtables hinzu-Bree, Emily (eine andere, mit der ich auch Hockey gespielt habe) und zuletzt Carly (ueber die schreibe ich spaeter noch), die gleich wieder weg waren, um sich Essen zu kaufen. Die Lunchpause un dunseren „girls talk“ werde ich echt vermissen.
Sarah, mit der ich am Mittwoch gebacken habe. Wir hatten auch so eine Art Traedition: In SportsMed sendeten wir meiner Gastmutter jeden Tag ein Foto von uns beiden. Ihre Nachbarn sind Deutsche, die wollten sie schon immer mal auf einen „Trip“ in ihre Heimat mitnehmen. Sie hat versprochen, sich zu melden, wenn es soweit ist, dann kann ich sie ein bisschen herumfuehren.
Taylor-mein Bus-Buddy. Am Anfang des Schuljahres hatten wir im Bus noch keine zugewiesenen Plaetze, sodas ich neben ihr gelandet bin. Sie ist so einer von diesen Sonnenschein-mit-jedem-auskommenden Menschen. Leider passt du nicht in meinen Koffer, Buddy- wie wir am Freitag ausprobiert haben.
Carly von meinem Lunchtable konnte leider nicht kommen. Es war schon mehr als ein Insider, dass ihr Liebesleben bei uns mittags immer Thema Nummer eins war. Mit ihr bin ich auch jeden Tag von Computer Program zu Geschichte gelaufen. Wir waren zwar nicht in der selben Klasse, hatten aber in etwa den gleichen Weg, auf dem wir und immer ueber unsere Lehrer (sie hatte vorher Mathe) bewschwerten.
Avery, mit der ich zusammen in SportsMed immer gequatscht habe, konnte leider auch nicht kommen. Sie war in dem weiblichen Varsity-Basketball-Team. Nach jedem verlorenen Spiel meinte ich so zu ihr:“ komm schon, srrengt euch bitte ein bisschen mehr an, das ist fuer die Cheerleader doch eine Zumutung ;)“, worauf sie immer erklaerte, dass nun mal alle Maedchen im Team Basketball hassten, die Grundmotivation also etwas niedrig sei. Das fuehrte dann meistens zu einer Art Endlos-Diskussion-warum treibt sie ueberhaupt einen Sport, den sie nicht mag?
– und natuerlich Bea, meine Freundin/fuer-mich-wie-eine-Schwester/irgendwie-um-drei-amerikanische-Ecken-Gast-Cousine. Wir konnten uns am Anfang nicht ausstehen (weisst du noch?), wurden durch Hockey und Watergirl aber irgendwie zusammengeschweisst und hatten viel Spass miteinander. Disney, sleepovers, Wilmington, Buecherei, Reiten, um nur ein bisschen was aufzuzaehlen. Sie fliegt nicht mir mir zurueck, weil sie sich entschieden hat, fuer ein ganzes Jahr zu bleiben.Ich hoffe, wir bleiben in Kontakt, villeicht werden wir uns auch in Deutschland gegenseitig besuchen.
– Alexa, meine aelteste COusine hier hat mich ueberrascht, indem sie extra fuer mich vom College hergefahren ist. Das hat mich sehr gefreut, ich war richtig aus dem Haeuschen, als ich sie gesehen habe.
Auf der Party haben wir zuertst Unmengen an Fotos gemacht (mit Bree als Cheffotografin), und uns dann aufs Buffet gestuertzt. Ich habe danach versucht, meinen Freunden „Arschloch“ beizubringen, bin aber gescheitert. Bree meinte, es sei zu kompliziert. Okaaaay.
Nachdem auch Taylor (die ja in unserer Nachbarschaft wohnt, also nicht abgeholt werden musste, aber um 10 von ihrer Mutter nach Hause beordert wurde) gegangen waren, ist Bea noch fuer ein letztes Sleepover (Uebernachtungsparty) geblieben. Das war das erste Mal, dass wir so etwas richtig geplant haben, sonst war das immer mehr eine spontane Aktion, so „schon so spaet, willste net bleiben?“.
Ja, das war meine Abschiedsparty. Traurig, ein bisschen wehmuetig war mir schon zumute, aber ews gibt ja WhatsApp und Skype, sodas ich mit einigen meiner amerikanischen Freunde hoffentlich in Kotakt bleiben werde.
Gestern habe ich mit Bea schon angefangen zu packen und gemerkt, dass ich definitiv einen zweiten Koffer brauchen werde. Der, den ich hier her gebracht habe, ist schon voll mit all den Sachen, die ich die naechsten Tage nicht brauchen werde. Am Dienstag oder Mittwoch werde ich den Rest packen muessen. Gestern hattte Carson auch ein Fussballspiel (indoor), heute gehts weiter mit 2 Basketballspielen. Ein ganz normales Wochenende also.
So, Respekt an alle, die sich das bis hier hin durchgelesen haben (*Klatsch klatsch*).
Bis bald,
Lilly

The final countdown….

Hey,
sorry fuer die schlechte Ueberschrift, aber manchmal (okay, ziemlich oft;)) fallen mir Songtitel oder -texte ein, wenn ich schreiben will. Und weil ich heute auf nichts anderes gekommen bin, muss Europe herhalten.
Ah Thema fuer heute….Ueberraschung…Finals: Meine Abschlusspruefungen hier in den USA. Mittwoch war, wie schon im letzten Beitrag angekuendigt, Chemie. Gestern Sportmedizin, heute Computer program und Montag dann Geschichte.Die Aufgabenstellungen selbst sind um ehrlich zu sein nicht wirklich schwer, alles Multiple-choice-Fragen, fuer die man Unmengen an Zeit hat, sodass mir nach der Pruefung immer megalangweilig wird. Nachdem die Arbeitszeit abgelaufen ist, muessen wir noch 2-3 Stunden im Klassenzimmer warten, bis alle anderen Klassen dieser Schule fertig sind, vor allem Mathe dauert sehr lange. Vermutlich habe ich in den letzten Tagen mehr Karten gespielt, als in dem halben Jahr hier. Ich beherrsche jetzt „Goldfish“(Quartett) und B.S. (Bullshit), Black jack „Arschloch“ (das ich mit „loser“ uebersetzt habe, man will ja schoen „appropriate“ bleiben ;)) und schwarzer Peter habe ich „eingefuehrt“.
Mittwoch habe ich mit Sarah (wir hatten zusammen Sportmedizin) Cookie dough sandwiches, mousse au chocolat und noch kleine, mit Schokolade gefuellte Croissant-Baellchen fuer meine Abschiedsparty heute abend gemacht. Das war lustig.
Heute Nachmittag war ich mit Bea bei Princess, Madisons (juengste cousine) Pferd. Wir sind sie beide geritten, was sehr viel Spass gemacht hat, obwohl sie sehr stur war. Schritt und Trab ging fuer mich einigermassen, Bea ist sogar galloppiert und ueber ein Hindernis gesprungen! Das Wetter war „a Traum“, wie man in Bayern sagen wuerde. Sonnig bei gefuehlten 20 grad, als wir danach noch in der Sonne sassen un darauf warteten, abgeholt zu warden.
So, jetzt sitze ich im Wohnzimmer und warte darauf, dass die ersten Gaeste fuer die Party eintreffen.
Bis bald,
Lilly