Juhuuuu!

Hey,

ich sitze mal wieder in Computer Program, habe bis gerade eben Back-Blogs durchstoebert (die Lesezeichen auf meinem Chromebook hier sind fast nur Rezepte 🙂 ) und jetzt finde ich endlich mal wieder Zeit fuer meinen Blog.

In den letzten eineinhalb Wochen ist sehr viel passiert. Letzte Woche war die letzte Hockeywoche, das letztes regulaeres Hockeyspiel  am Donnerstag (leider 3:1 verloren) und am Samstag hatten wir ein Abschlusstunier. Diesen Sonntagnachmittag ist dann die Abschlussfeier :'(  . Dafuer will ich, wenn Zeit ist, meine Cookie Dough Sandwiches machen, die es hier in kurzer Zeit zu einiger Beruehmtheit geschafft haben :).

Am Sonntagmorgen hat mein Gastvater sein Sonntagsfruehstueck gemacht, bestehend aus Pancakes, Biscuits(aehnlich wie Broetchen, gemacht aus Buttermilch, Butter und Mehl) mit pochiertem Ei und Kaese , Hashbrowns (Kartoffelpuffer) und gebratenem Speck. Das war sehr lecker.

Danach sind wir als Familie in die Kirche gegangen. Weil ich in Deutschland nicht wirklich in die Kirche gehe, war ich zuerst war etwas skeptisch eingestellt, es hat mir aber sehr gut gefallen. Die Kirche selbst war ein moderner, lichtdurchfluteter Bau und anstelle von Orgel und Chor hat eine Rockband gespielt. Thema des Gottesdienstes war Dankbarkeit. Auch wenn sehr viel ueber Gott gesprochen wurde, fand ich den philosophische Teil sehr interessant.

Anfang dieser Woche war ich mit den Cheeleading Tryouts gut beschaeftigt. Vorgestern war Training, gestern die „Entscheidung“. Uns, 40 zukuenftigen (?) Cheerleadern wurden am Montag also ein Cheer, ein Tanz und Kicks beigebracht. Ein Cheer ist ein bisschen wie ein Lied, zuerst haben wir mit Klatschen und Stampfen einen Beat erzeugt (meine Handflaechen sind immer noch rot) und danach eine Art Sprechgesang (“ Come on everybody, get up on your feet and dance to the rhythm of the PR(Porter Ridge)-Beat“) gemacht und dazu „getanzt“.  Der Tanz selbst war etwa 5 Achter (5 mal 1,2,3,4,5,6,7,8 Zaehlzeiten) lang und sehr schnell, aber mit etwas Uebung hinzukriegen. Kicks sind…hm das laesst sich schwer beschreiben…ein bisschen wie dieses Auf-und-ab-Gehuepfe beim Rock’n’Roll-Grundschritt, wobei die Fuesse so hoch wie moeglich „geschleudert“ werden. Zum Glueck duerfen wir (im Gegensatz zum Anspreitzen beim Turnen) die Knie dabei beugen, weil nebenbei muss man ja auch noch huepfen…eine koordinatorische Herausforderung 😀 .

Bea haben die drei Uebungsstunden am Montag leider nicht so gut gefallen, deshalb wollte sie am Dienstag nicht zu den Tryouts gehen und stattdessen Track machen. By the way, hier der Link zu ihrem Blog: beagoesusa.de  Fuer mich hiess das, dass ich dann abgesehen von einem Maedchen aus dem Hockeyteam kein Maedchen kannte, aber ich bin ja ein offener und sehr kommunikativer Mensch ( worunter meine Freunde und Familie manchmal leiden muessen 😉 ) und habe schnell Leute zum Quatschen und Ueben fuer die Zeit von 4.00 bis 7.30 gefunden. Uns wurde dann eine Nummer zugeteilt. Weil ich Nummer 37 war, waren Nummer 38 und ich die letzten, die Cheer, Tanz und Kicks vorfuehren durften. Ich war mega aufgeregt, bin je im Tanz und im Cheer einmal rausgekommen, habe aber einfach fleissig weitergelaechelt und bin auch wieder reingekommen. Ich hatte jetzt nicht unbedingt ein gutes Gefuehl danach, war aber froh, dass es vorbei war. Um 10 Uhr sollten die Ergebnisse online sein. Ich sass also dann noch Oreo-Eis essend am Kuechentisch, darauf wartend, dass die Ziffern auf der Uhrenanzeige meines Computers endlich 10 Uhr anzeigen. Ploetzlich rief Steph (meine Gastmuttter) nach mir in dem Ton, den sie normalerweise anschlaegt, wenn ich vergessen habe die Haustuere abzuschliessen oder das Waschmittel mal wieder ins falsche Ventil geschuettet habe 😀 . Dann hat sie mir aber ihr Handy entgegengstreckt und…… da war die Nummer 37 unter Varsity Team gelistet ! Die Information muss wohl schon frueher online gegangen sein. Ich hab sie umarmt und hatte -auch wenn das dramatisch klingt- Freudentraenen in den Augen weil ich mich so gefreut habe.

Eigentlich wollte ich ja Cheer und Track parallel machen, aber so wirklich schient das nicht zu funktionieren. Beide Coaches waeren nicht damit einverstanden gewesen, ganz abgesehen davon, dass das wahrscheinich fuer mich extrem stressig geworden waere. Ist aber auch nicht schlimm, denn auch wenn ich nur einmal die Woche Cheertraining haben werde, haben wir zwei Spiele zusaetzlich. Ausserdem kann ich ja auch in der Nachbarschaft laufen gehen, wenn ich will.

Leider muss ich 350$ fuer die ganzen Cheeleadingsachen bezahlen. Es gibt extra leichte Schuhe, Rucksaecke, Trainingssachen, die Schleifen fuer die Haare, Pompoms und noch „Spiritwear“.Ich muss das ganze Zeug kaufen, aber vielleicht sind das auch ganz schoene Souvenirs, die ich mit nach Deutschland nehmen werde. Auch mit inbegriffen in der Gebuehr ist der „Retreat“ dieses Wochenende. Ich habe selbst noch nicht ganz verstanden, was das ist, glaube aber, dass es so eine Art Trainingslager ist. Da freue ich mich sehr drauf.

Bis bald,

Lilly

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