high School

Hey,

Puh, Die erste Schulwoche ist geschafft. Ein bisschen fies,wenn man bedenkt,dass es in Bayern erst in 10 Tagen losgeht. Aber immerhin haben wir das Labor day Wochenende,das wir am Strand zelebrieren werden. Ich sitze gerade im Auto und schreibe am Blog (ein Buch hab ich schon durch und das Zweite muss ich aufheben, sonst habe ich für Strand und Rückfahrt nichts mehr?).
Aber zurück zur Schule. Der Hauptunterschied zum deutschen Schulsystem besteht darin, dass ich hier statt 15 Fächern vier habe. Chemie,Sport Medizin, Computer Program und amerikanische Geschichte. Dafür, dass es so wenig Fächern sind, habe ich sie jeden Tag und zwar Doppelstunden (die mir manchmal seeeeeeehr lang vorzukommen scheinen).
Mein Tag beginnt mit Chemie: eigentlich war der Plan, einen Kurs zu nehmen,der organische Chemie in dem Semester durchnimmt, hat aber leider nicht geklappt, ich sitze jetzt im Grundkurs und lerne das,was ich in Deutschland vor zwei Jahren in Chemie gelernt habe. Ist aber nicht so schlimm, weil die Lehrerin (fast ;)) so toll erklären kann wie meine deutsche und der Unterricht echt Spaß macht. Außerdem ist ein total nettes Mädchen aus dem Hockeyteam in dem Kurs,mit der ich quatschen kann (nicht dass wir dafür viel Zeit hätten). Und zu einfach ist es allein schon wegen der englischen Sprache nicht.
Zweiter „Block“ : Sport Medizin. Das habe ich gewählt, weil ich in Deutschland Schulsani bin und auch selbst viel Sport treibe. Es ist ein echt interessanter Kurs, gestern haben wir die 5 Arten von Knochen und die Namen derer im Körper (mein persönlicher Favorit:Patella, das klingt wie Umbrella,Regenschirm) kennengelernt. Besonders in dem Kurs bereitet mir das Englisch jetzt am Anfang einige Schwierigkeiten, aber wenn ich weiter fleißig die Wörter zu Hause nachschlage, sollte das bald besser werden.
Danach gibt’s Mittagessen. Zum Glück habe ich mit Bree (meiner Gastschwester) lunch, sitze also mit ihr und ihren Freunden zusammen in der lauten,vollen Cafeteria.Jeden Abend bereite ich das Essen für den nächsten Tag vor (susskartoffelpommes,Omelette, Wrap, gefüllte Avocado….) und freue mich,wenn ich es mittags aus meiner lunchbag zaubern kann.
Gut gestärkt geht’s dann zum Computer program Kurs. Ich beginne langsam,die Kurswahl zu bereuen, weil Informatik auch in Deutschland jetzt nicht unbedingt mein Lieblingsfach ist, aber es ist zu spät, um zu wechseln und ich brauche das Wissen back in Germany. Vor meiner Abreise habe ich nämlich mit meiner Informatiklehrerin geredet und sie meinte, dass es schwierig ist, sich Java selbst beizubringen. Damit ich das nicht verpasse und dann in Deutschland in Info Probleme kriege,hab ich den Kurs genommen und ziehe das jetzt auch durch.
Endspurt des (schul-)tages: amerikanische Geschichte. Ist genauso, wie es sich anhört: nicht unbedingt spannend, muss ich aber als Austauschschüler nehmen. Dort lerne ich über alles, was in Amerika in Der Zeit zwischen der Entdeckung des Landes 1492 und dem amerikanischen Bürgerkrieg passiert ist. Der Lehrer hat schon angekündigt, dass wir am Ende des Semesters einen fünfseitigen Aufsatz schreiben dürfen/sollen/müssen. Klingt nach Spaß.
Nach Geschichte habe ich hockeytraining am Footballfeld der Midddleschool nebenan. Das ist der beste Teil des Tages für mich:abschalten,auspowern.
Zu Hause muss ich dann meine amerikanischen (die werden hier oft benotet, muss mir also Mühe geben) und meine deutschen Hausaufgaben ( mir den Stoff für Mathe,Chemie,Bio,Physik und französisch in Deutschland beibringen) machen. Zum prokrastinieren zwischendurch eignet sich das Lunchbox-vorbereiten, backen und Abendessen sehr gut.
Tja, und dann ist der Tag auch schon rum. Das ist mein wahnsinnig spannender Tagesablauf hier.

Jetzt sind wir am Strand agekommen. Ich sitze gerade auf der Terasse des Wohnmobils, vielleicht hüpfe ich später mal ins Meer, das liegt ja quasi vor der Haustür.

Bis bald,

Lilly

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.