Life, Love and Happiness!

Hey,
gestern fing an wie ein echter Sch***-Tag, wurde aber zum Glueck immer besser.

Es fing damit an, dass das Wlan bei uns zuhause nicht ging. Ich konnte also morgens nicht meine WhatsApp-Nachrichten abrufen.Dann haben wir in Chemie mit der Wiederholung des Stoffes angefangen, was irgendwie ein bisschen anstrenged und nervig war. Zusaetzlich wollte ich mit Emilee was die Woche machen, sie muss aber einen Geschichts-Aufsatz schreiben und sich auf ihre Finals vorbereiten (ich vergesse immer, dass das fuer alle ausser mir megawichtig ist ;)), hat also keine Zeit. Das hat mich irgendwie runtergezogen. Dann habe ich beim Mittagessen gemerkt, dass es meine Menschenkenntnis wohl nicht die beste ist, als ich realisiert habe, dass das Maedchen, mit dem ich gedacht hatte, befreundet zu sein, ihre Mitmenschen nur benutzt. Sie meinte, dass sie einen Freund haben will, der fuer sie bezahlt und sie faehrt, wenn sie es braucht, ob wir da jemanden kennen wuerden…okay…

Das Schlimmste (und dem wird jetzt sogar ein eigener Absatz gewidment ;)): Ich hatte mein Handy morgens im Auto meines Gastvaters liegen lassen. Das fehlte mir dann sehr, als mir in Computer Programming langweilig war und ich lesen wollte. Im Bus wollte ich Fotos angucken, weil ich ploetzlich mega Heimweh hatte. Zuhause wollte ich erstmal meine Whats-App-Nachrichten checken und danach mit Musik laufen gehen-wird schwierig ohne Handy, wie mir aufgefallen ist. Ich bin dann ohne Musik gelaufen und habe gemerkt, dass das gar nicht so schlimm ist. Man nimmt seine Umwelt so viel bewusster war. Ich hoerte die Voegel zwitschern (komisch, es ist ja Januar, aber nach unserem Kaelte-Wochenende wird es immer waermer und fruehlingshafter), sah Kinder draussen spielen, zaehlte die Basketballkoerbe in der Nachbarschaft (12 sichtbare), laechelte jeden an, der mir entgegenkam und fuegte noch ein schnelles „hey, how are you?“ hinterher.

Das hat meine Laune irgendwie besser gemacht. Als ich nach Hause kam, mein Gastvater mit Bree vom Zahnarzt zurueck war und ich mein Handy wiederhatte und das Wlan immer noch nicht ging, fand ich das ploetzlich gar nicht mehr so schlimm. Nach dem Laufen war es erst fuenf, ich hatte also noch genug Zeit, um Cookie-Cheesecakes zu backen. Weil jeder Teig je ein Ei enthielt, konnte ich die Menge nicht halbieren, habe jetzt also an die 20 kleine Kalorienboembchen zuhause.Es sollte aber kein Problem werden, Abnehmer dafuer zu finden ;).
Spaeter bin ich mit meinem Gastvater zu einem Musik-Laden gefahren, um meine geliehene Geige zurueck zu geben. Das war ein bisschen traurig, weil das irgendwie schon ein verfruehtes „Sachen packen“ war und mir nochmal vor Augen gefuehrt hat, dass meine Zeit hier bald zu Ende ist. Aber meine Gute Laune und ich haben tapfer gekaempft, um uns gegen die grauen Gedanken zu verteidigen :). Danach sind wir zu „nothing but noodles“ gefahren , wo wir meine Gastmutter getroffen hatte, die gerade erst von der Arbeit gekommen war. Nichts (oder mir faellt grad nichts anderes ein ;)) macht gluecklicher als ein Teller voll mit Nudeln mit Kaese-Sahne Sosse, hach !
Abends bin ich noch mit meiner Gastmutter zu meiner Tante gefahren, die ihr eigentlich „nur schnell was zeigen wollte“. Aber wie das immer so ist, haben sich die beiden-und Bea und ich-verquatscht, sodass wir uns ins Wohnzimmer gesetzt haben. Mein Gastvater, Bree und Carson sind dann spaeter dazugekommen, als sie von unserer spontanen „Family-Party“ erfuhren und es wurde sehr lustig. Das werde ich echt vermissen.

Der Tag fing also ziemlich bloed an, wurde aber zu einem meiner schoensten hier (So schnell kann es gehen mit den Launen eines Teenagers, haha ;)). Ich weiss nicht, irgendwie versuche ich jetzt, wo nur noch so wenig Tage uebrig sind, jeden Tag zu geniessen, um noch so viel wie moeglich aufzusaugen.

Bis bald,
Lilly

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