Update

Hey,

seit meinem letzten Eintrag ist wieder (fuer Ferienverhaeltnisse) viel passiert. Ich werde das Ganze hier mal mehr oder weniger chronologisch auflisten:

  •  jeden Morgen von acht (eigentlich habe ich doch Ferien, jammer, jammer) bis zehn Hockeytraining- Fazit: mit dem Schlaeger den Ball zu treffen ist schwieriger, als es ausschaut
  • ab und dann mal, wenn mir langweilig ist oder ich motiviert bin,uebe ich Geige (wir haben hier eine ausgeliehen). Bloed bloss, dass das Paeckchen  mit den Noten aus Deutschland noch nicht angekommen ist, ich google jetzt immer Allegro oder Concerto oder so und spiele dann das.
  • letzten Dienstag Fussball-Torwart-Training fuer Brees Freizeit-Tunier am WE bei dem ich als „goalie“ ausgeholfen habe- ja, das Fussballtor ist deutlich groesser als das Handballtor
  • am Mittwoch habe ich mich mit Bea fuer unsere Classes (der High School wird irgendwann noch ein Eintrag gewidmet) eingeschrieben: Ich werde wahrscheinlich American History(Pflichtfach), Chemie, Sportmedizin und Culinary(=Kochen/Backen) oder Informatik (um Java zu lernen- muesste ich am bayerischen Gymnasium auch) oder Sports and Entertainment Management belegen. Mal gucken, wie mein tatsaechlicher Stundenplan dann ausschaut, er sollte bald per Post kommen
  • am Wochenende dann das Fussballtunier: drei Spiele insgesamt , ich habe je eine Halbzeit gespielt. „The first game really sucked“ , wie die Amis sagen wuerden- das erste Spiel war ein Desaster, das zweite und dritte waren dann besser und spassiger.
  • Am Sonntagabend gab meine Gastfamilie eine Fussballparty. Brees neu zusammengewuerfeltes Team und deren Eltern sollten sich besser kennenlernen. Das mag in der Theorie gut klingen, hat in der Praxis jetzt nur bedingt funktioniert. . Die Eltern haben in der Kueche Small Talk gemacht, waehrend das Team im Garten SnapChat und Instagram-Namen ausgetauscht hat. Immerhin ein Anfang. Und das Essen war echt gut: Hot Dogs, Hamburger, Mac’n’Cheese( Maccaroni mit Kaese-mmmmmmm), Chips, Cookies, Brownies, der hausgemachte Bananenpudding meiner Gastmutter, und und und.
  • Gesternmorgen sollten wir eigentlich ein Hockey-Skrimmitch (Freundschaftsspiel)  haben, es kamen aber nur drei Spielerinnen vom gegnerischen Team. Egal, wir haben dann halt sieben gegen sieben gespielt.
  • Danach haben wir mit Brees Cousinen und Bea den Freizeitpark Carowinds besucht. Die Amis haben echt coole Achterbahnen (sie haetten dir gefallen, Lisa). Integriert in den Park war ein Wasserpark. Eine Rutsche, die erwaehnenswert ist: Man steht/liegt (Neigungswinkel ca. 80 Grad) in der Rutsche und ploetzlich oeffnet sich die Klappe, auf der man steht und man „faellt“ ins Bodenlose. Hoert sich cool an, das Wellenbad war mir dann doch lieber, da spritzt das Wasser nicht so in die Nase.
By the way: Echt liebgewonnen habe ich die Haengematte meiner Gastfamilie im Garten. Weil es wegen der Klimaanlage im Haus ziemlich kalt ist und um frische Luft zu schnappen(ich haette nie gedacht, dass ich das mal sage, aber das fehlt mir irgendwie) gehe ich manchmal nach draussen zum Lesen(am spaeten Nachmittag ist es auch nicht mehr so heiss).
Eine knappe Woche Faulenzen habe ich noch, danach geht die Schule los.
Heute haben wir unser erstes richtiges Hockeyspiel (Aufregung), danach werden Bea und ich beim Footballtrainig helfen.
Das ist eine laengere Geschichte: Nach dem Hockeytrainig (letzte Woche irgendwann)sind wir zu Ms Stephenie (so ne Art Schul-Physiotherapeutin/Krankenschwester) gegangen, um Eis fuer mein Hangelenk zu holen(das tat mal wieder weh). Irgendwie, keine Ahnung warum( ich glaube, ich habe sie nicht richtig verstanden/realisiert was sie eigentlich gesagt hat) haben wir, Bea und ich, dann zugestimmt, bei Footballspielen Ms Stephenie zu helfen, die Wasserflaschen aufzufuellen und Eis bei Verletzungen zu verteilen. Das ueben wir heute und werden jeden Freitag bei Spielen verpflichtet sein. Ich hoffe, dass ich dann auch mein neu erworbenes Sportmedizin-Wissen anwenden kann und nicht nur rumstehe.
So, das wars fuer heute. Ich habe noch ganz viel im Kopf, was noch zu Papier gebracht werden muss, hier eine kleine Notiz an mich selbst:
  • Backen in Amerika
  • Mehr zu Hockey
  • Leben in der Gastfamilie
  • High School
Bis bald,
Lilly

Welcome to New York !

Hey,

mein erster Beitrag aus den USA,in dem ich ueber meine Zeit in NYC und bei der Gastfamilie berichten werde.

Zuerst gings mit dem Flieger nach Duesseldorf. Dort habe dann ich die anderen aus der New York-Ayusa-Gruppe getroffen. Nach einem achteinhalbstuendigen Flug und einer kurzen Busfahrt sind wir endlich in unserem Hotel in Newark, neben dem Flughafen angekommen. Essen, Duschen, Bett- wir waren so muede von der Reise.

Gut ausgeschlafen und voller Erwartungen fuhren wir mit unserem Bus nach Manhattan. Erste Station: Central Park. Dort sind wir ein bisschen spazieren gegangen und haben uns das John Lennon Memorial angeschaut. Danach gabs eine kleine Bustour durch Manhattan und Mittagessen. Gut gestaerkt entdeckten wir China Town und spazierten ueber die Brooklyn Bridge. Es war so heiss! Jeder war froh, wieder im Bus zu sitzen. Nach dem Abendessen im Hard Rock Café ( ich versteh den Hype nicht-obwohl:es gibt dort freies Wlan, eine Toilette und Musik 🙂  ) haben wir einen wunderschoenen Blick ueber Manhattan auf dem Rockefeller Center genossen. Awesome!

Naechster und leider auch schon letzter Tag: 9/11 Memorial und World Trade Center-leider hatten wir nur wenig Zeit, da wir rechtzeitig zur Bootsfahrt am Hafen sein mussten. Das hat sich dafuer aber wirklich gelohnt, wir haben die Freiheitsstatue und die Skyline von Manhattan vom Boot aus gesehen. Mittag haben wir im Hafen gegessen und sind anschliessend mit dem Bus nach Coney Island gefahren. Das ist ein Vergnuegungspark am Strand von Brooklyn. Ich bin zwei Achterbahnen gefahren (es war sehr teuer) und anschliessend ein bisschen am Strand entlang spaziert.Coney Island war so cool, ich wuerde fast sagen, es hat mir dort am besten gefallen.

Nach dem Abendessen (die Amis haben zusaetzlich zur italienischen Pizza noch so eine komische Sorte, die mehr wie Kuchen ist- nicht so mein Fall) hatten wir noch knapp drei Stunden zum Shoppen am Times Sqare. Ich habe nichts ausser einem Cookie und einem Brownie gekauft, wir sind mehr dort entlang gelaufen und haben uns die ganzen bunten Anzeigetafeln, die Strassenkuenstler und die Leute angeguckt, auch nicht schlecht.

Leider kam am naechsten Morgen der Wake-up Call um vier und wir mussten zum Flughafen fahren. Nach ein bissschen Chaos am Flughafen konnte ich wenigstens ein bisschen im Flugzeug schlafen, obwohl ich sehr aufgeregt war, meine Gastfamilie zu treffen. Sie haben mich und Bea, meine deutsche Gastcousine, die auch in NY mit war, total suess empfangen. Bree hat sogar ein Schild gebastelt: „Willkommen (sie hat gegoogelt) in North Carolina, Lilly“.

Danach haben wir Fruehstueck/Mittagessen  gegessen und meine Betreuerin von Ayusa getroffen.

Sonst ist in den letzten drei Tagen so viel passiert: Neue Leute ( Brees Cousinen-Bea ist deren Gastschueler, Brees Grandma, ihre Freunde) kennen lernen, Alexas( eine der Cousinen) Birthdayparty, einkaufen, hockey Tryouts ( cooler Sport, I love it, super zum Dampf ablassen) und vor allem : Essen. Am liebsten mag ich die Cookies( White Cocolate and Macadamia), sonst essen die Amis, ganz dem Klischee entsprechend, sehr viel Fast Food und kochen sehr wenig. Aber ich habe mit Bree ausgemacht, dass wir einmal die Woche zusammen kochen warden.

Auch wenn ich grad im Moment ausser dem Blog nichts zu tun habe, habe ich keine Lust mehr. Vielleicht backe ich noch Cookies oder Muffins mit Bree.

Bis bald,

Lilly

Erwartungen

Hey,

jetzt ist es nur noch eine Woche hin, dann fliege ich nach New York und dann nach North Carolina („OMG“+ amerikanisches Girlie-Gekreische). Bisher lag das alles in weiter Ferne, doch jetzt stellt sich (mir) die Frage: Was erwarte ich mir eigentlich konkret von meiner Zeit in Charlotte?

Es gibt zwei Möglichkeiten, diese Frage zu beantworten.

Da wäre die Art von Antwort, die ich in meinen Motivationsaufsätzen tausendmal genannt habe: „Neue“ Kultur kennen lernen, Englisch verbessern, anderen Alltag erleben, und und und. Besonders persönlich klingt das Ganze nicht, so in etwa sehen bestimmt alle Motivationsaufsätze aus. Aber was soll man bitte auch konkret schreiben, wenn noch nicht einmal Ort, Gastfamilie und Schule bekannt sind?

Das führt mich zur zweiten Antwortmöglichkeit: Ich habe jetzt schon alle Informationen:Charlotte, nette Familie-habe echt Glück, coole High School) und kann mir dementsprechend schon ein ungefähres Bild von meiner Umgebung machen. Mit meiner Gastschwester (sie schreibt mir jeden Tag „noch soundsoviel Tage OMG“) habe ich schon ein Programm erstellt, was wir gemeinsam unternehmen wollen(Freizeitpark, Skifahren in den Bergen von NC, , Pyjama-Party, auf den Homecoming-Ball gehen,..). Sie hat mir auch schon einige ihrer Freunde und natürlich ihre Familie über Skype vorgestellt, ich kenne also in etwa die Rahmenbedingungen.

Auch wenn sicher nicht alles genauso werden wird wie erwartet, freue ich mich schon total auf mein atj.

Aber jetzt gibt es erstmal noch ziemlich viel zu erledigen: Koffer packen, Gastgeschenke kaufen, Verabschieden. Deshalb fiel der heutige Beitrag etwas kurz und unstrukturiert aus, aber das ist ja nicht schlimm.

Das nächste Mal wenn ich blogge, werde ich schon in New York oder sogar Charlotte sein.

Also bis bald,

Lilly